Deutschland wirbt in Indonesien um Fachkräfte – doch die Hürden sind groß
Steve HeckerDeutschland wirbt in Indonesien um Fachkräfte – doch die Hürden sind groß
Deutschland wirbt in Indonesien um Fachkräfte gegen Fachkräftemangel und demografischen Wandel
Bundesbildungsminister Johann Wadephul ist derzeit in Indonesien unterwegs, um dringend benötigte Spezialisten anzuwerben. Sein Besuch führt ihn unter anderem in eine deutsche Sprachschule, wo er Vereinbarungen zur Eröffnung von vier weiteren Standorten unterzeichnete. Zudem stehen Besuche in christlichen und muslimischen Gotteshäusern sowie in einem Werk des Nutzfahrzeugherstellers LKW AG auf dem Programm. Ziel ist es, die bilateralen Beziehungen zu stärken und indonesische Arbeitskräfte für einen Umzug nach Deutschland zu gewinnen.
Doch die Rekrutierung in Indonesien gestaltet sich schwierig: Bildungslücken, begrenzte Sprachkenntnisse und die oft unzureichende Anerkennung ausländischer Abschlüsse stellen Hürden dar. Bisher stellt Deutschland jährlich nur rund 1.000 Arbeitsvisa für indonesische Fachkräfte aus.
Währenddessen setzen der Bundesnachrichtendienst (BND) und die Bundeswehr auf der Gamescom auf eine ganz andere Zielgruppe. Der BND hat mit BND Legends – Operation Blackbox ein Spiel veröffentlicht, das die Problemlösungsfähigkeiten der Spieler testen soll. Die Bundeswehr wiederum lockt mit Simulatoren für Panzer- und Helikoptertraining sowie mit körperlichen Übungen in Schutzausrüstung potenzielle Rekruten an.
Indonesien mit seiner jungen und wachsenden Bevölkerung ist für Deutschland ein zentraler Partner, um den Fachkräftemangel – besonders in der Pflege und anderen Schlüsselsektoren – zu bekämpfen. Die aktuelle Werbeoffensive unterstreicht diesen Kurs. Gleichzeitig testen Militär und Geheimdienste auf Events wie der Gamescom kreative Wege, um Nachwuchs zu gewinnen.






