Deutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell mit Millionenauftrag
Steve HeckerDeutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell mit Millionenauftrag
Deutsche Telekom sichert Großauftrag für europäisches KI-Sprachmodell
Die Deutsche Telekom hat einen Millionenauftrag zur Entwicklung eines europäischen KI-Sprachmodells an Land gezogen. Der Deal im Wert von mehreren Zehntmillionen Euro stammt von der Leibniz Universität Hannover und konzentriert sich auf das SOOFI-Projekt. Trotz jüngster Aktienkursschwankungen treibt das Unternehmen seine KI-Pläne konsequent voran.
Ziel der SOOFI-Initiative ist ein Sprachmodell mit etwa 100 Milliarden Parametern. Das Training erfolgt in der KI-Fabrik der Deutschen Telekom, die rund 1.000 NVIDIA-DGX-Systeme und über 10.000 Grafikprozessoren (GPUs) beherbergt. Bis März 2026 werden 130 dieser Systeme – ausgestattet mit mehr als 1.000 GPUs – ausschließlich für SOOFI genutzt.
Ferri Abolhassan, Chef der Telekom-Tochter T-Systems, leitet das Projekt. Er betont die Notwendigkeit digitaler Souveränität Europas und bezeichnet sie als entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents. Die KI-Fabrik soll eine Spitzenleistung von 0,5 ExaFLOPS erreichen und damit die nötige Rechenkapazität für großangelegte KI-Trainings bereitstellen.
Hauptpartner des SOOFI-Projekts ist die Leibniz Universität Hannover, unterstützt vom Fraunhofer-Institut und dem KI-Verband Deutschland. Bisher sind keine weiteren europäischen Forschungseinrichtungen oder Unternehmen als Teilnehmer bestätigt.
Die Aktie der Deutschen Telekom zeigte zuletzt Schwankungen: Innerhalb eines Monats verlor sie 7,6 %. Am 20. November 2025 stieg sie jedoch um 1,0 % und schloss bei 27,44 Euro. Der SOOFI-Auftrag markiert einen wichtigen Schritt des Konzerns, um die europäischen KI-Fähigkeiten voranzutreiben.






