Deutsche Bahn ignoriert marode Stellwerke auf der Strecke Hagen–Köln – Kritik an „halbherziger Lösung“

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Ein Bahnhof in Berlin, Deutschland, mit einem Zug auf den Gleisen, beleuchtet von Deckenlampen, Graffiti an der linken Wand und ein paar Gegenständen auf der rechten Seite.Admin User

Deutsche Bahn ignoriert marode Stellwerke auf der Strecke Hagen–Köln – Kritik an „halbherziger Lösung“

Deutsche Bahn lässt acht veraltete Stellwerke auf der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln unangetastet – Kritik an "halbherziger Lösung"

Die große Sanierung der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln durch die Deutsche Bahn wird acht marode Stellwerke unberührt lassen. Trotz ihres desolaten Zustands ist keine Modernisierung geplant, da sich der Bahnkonzern stattdessen auf ein zukünftiges digitales System konzentriert. Kritiker bezeichnen den Ansatz bereits als "halbherzige Lösung".

Der Verzicht auf die Aufrüstung der Stellwerke begründet sich mit den Plänen, sie langfristig durch das zentralisierte digitale System ETCS (European Train Control System) zu ersetzen. Die Deutsche Bahn argumentiert, dass eine Sanierung der bestehenden Anlagen wirtschaftlich unsinnig sei, da sie ohnehin vollständig ersetzt werden sollen. Doch das bedeutet, dass drei als "mangelhaft" eingestufte Stellwerke und zwei weitere in äußerst schlechtem Zustand noch jahrelang in Betrieb bleiben.

Die Stellwerke in Schwelm, Solingen und am Hagener Hauptbahnhof gelten derzeit als "mangelhaft". Die Anlagen in Wuppertal-Oberbarmen und Wuppertal-Steinbeck befinden sich im schlechtesten Zustand aller. Dennoch sind für keines der Stellwerke Verbesserungen vorgesehen. Gleichzeitig erhalten nur sechs Hauptbahnhöfe entlang der Strecke eine Komplettsanierung, wobei vier davon als "zukunftssicher" gelten sollen. Selbst diese Arbeiten werden jedoch frühestens bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Das ETCS-System, das die veraltete Infrastruktur irgendwann ablösen soll, wird im Rahmen des aktuellen Projekts auf diesem Korridor nicht eingeführt.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel kritisierte das Vorgehen scharf und nannte es inakzeptabel, die Stellwerke in einem derart heruntergekommenen Zustand zu belassen. Auch Ulrich Lange, ein weiterer Kritiker, bezeichnete die Sanierung als "halbherzige Lösung". Die Deutsche Bahn begründet die ausbleibenden Sofortmaßnahmen mit zu kurzer Planungszeit und fehlenden Vorhaben in der Projektpipeline.

Die Stellwerke entlang der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln werden somit bis zur vollständigen Digitalisierung weiter in schlechtem Zustand betrieben. Die Bahnhofsmodernisierungen ziehen sich mindestens bis 2027 hin – der Korridor bleibt also noch Jahre mit veralteter Infrastruktur belastet. Die Deutsche Bahn hält daran fest, dass das Warten auf ETCS die kostengünstigste Langzeitleösung sei.

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