19 March 2026, 20:11

Bochum will Taxi- und Fahrdienst-Wettbewerb mit flexibleren Preisen fair gestalten

Ein gelbes Taxi fährt eine belebte Stadtstraße entlang, gesäumt von Gebäuden, während Fußgänger mit Regenschirmen auf dem Gehweg darunter unter bewölktem Himmel gehen, mit Strommasten und Drähten im Hintergrund.

Bochum will Taxi- und Fahrdienst-Wettbewerb mit flexibleren Preisen fair gestalten

Bochum sucht nach neuen Wegen, um Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und Fahrvermittlungsdiensten auszubalancieren. Die Stadtverwaltung, unterstützt von der Freien Demokratischen Partei (FDP), setzt sich für flexiblere Preisregelungen ein. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Spannungen darüber, wie appbasierte Dienste wie Uber reguliert werden können, ohne die Existenzgrundlage der Taxibranche zu gefährden.

Die Bochumer FDP spricht sich gegen eine "Dämonisierung" der Fahrvermittlungsplattformen aus. Stattdessen schlägt sie vor, Taxiunternehmen mehr Spielraum bei der Preisfestsetzung zu geben – etwa durch niedrigere Tarife oder vorab vereinbarte Festpreise. Léon Beck, Vorsitzender des lokalen FDP-Verbands, ist überzeugt, dass solche Anpassungen den Taxis helfen könnten, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Stadt hat bereits erste Schritte unternommen und ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein neues Preismodell entwickeln soll. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Unterdessen könnte die FDP-Fraktion bald einen offiziellen Antrag einreichen, um die flexiblere Preisgestaltung für Taxis zu fördern.

Bochums Ansatz unterscheidet sich deutlich von dem der Nachbarstadt Essen, wo im Dezember 2025 strengere Regeln eingeführt wurden. Dort setzte eine von der CDU geführte Koalition einheitliche Preise von 2 Euro pro Kilometer für alle Anbieter durch und verbot dynamische Preisgestaltung. Bochum hingegen entschied sich im Oktober 2025 für einen Kompromiss: Taxis müssen einen Mindestpreis von 5 Euro pro Fahrt einhalten, während Dienste wie Uber und Bolt auf maximal 1,50 Euro pro Kilometer gedeckelt werden. Beide Städte verabschiedeten ihre Regelungen schließlich im Februar 2026 – doch Bochums Modell lässt appbasierten Anbietern mehr Spielraum.

Ziel der geplanten Änderungen in Bochum ist es, die Taxiregelungen zu modernisieren und gleichzeitig mit der Konkurrenz durch Fahrvermittlungsdienste Schritt zu halten. Falls das Gutachten die flexiblere Preisgestaltung unterstützt, könnten Taxis bald dynamischere Tarife anbieten. Die endgültige Entscheidung wird nach der Sommerpause im Stadtrat fallen.

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