Bergisch Gladbach gedenkt am Volkstrauertag der Kriegsopfer und mahnt zu Frieden
Folker RoggeBergisch Gladbach gedenkt am Volkstrauertag der Kriegsopfer und mahnt zu Frieden
Bergisch Gladbach gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt
Mit einer feierlichen Zeremonie hat Bergisch Gladbach am deutschen Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Tyrannei gedacht. Bürgermeister Marcel Kreutz hielt eine Rede, in der er die bleibenden Wunden von Konflikten thematisierte und die Notwendigkeit von Zusammenhalt in unruhigen Zeiten betonte. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gab, stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des Erinnerns und der bürgerlichen Verantwortung.
Kreutz erinnerte in seiner Ansprache zunächst an die Zerstörung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, als ganze Städte in Trümmern lagen und unzählige Familien Geschichten von Verlust mit sich trugen. Er unterstrich, dass die Folgen von Kriegen bis heute nachwirken – etwa in aktuellen Krisen wie Putins Aggression oder den wachsenden Spannungen mit den USA.
In seiner Rede zitierte der Bürgermeister die Worte: "Frieden ist ein dynamischer und fortlaufender Prozess, in dem Gewalt durch Recht und Dialog abgebaut und Gerechtigkeit wächst." Er argumentierte, dass wahrer Frieden sowohl innere Widerstandskraft als auch äußere Stärke erfordere, und rief die Bürger auf, diese Werte zu pflegen.
Besonders würdigte Kreutz das Engagement von Ehrenamtlichen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die in 46 Ländern an 832 Kriegsgräberstätten die letzten Ruhestätten von rund 2,8 Millionen Kriegsopfern betreut. Ihre Arbeit, so der Bürgermeister, stelle sicher, dass die Gefallenen nicht in Vergessenheit geraten und Gemeinschaften durch gemeinsames Gedenken verbunden bleiben.
Zum Abschluss appellierte Kreutz an Solidarität, Zusammenarbeit und ein erneuertes Bewusstsein für gegenseitige Verantwortung. Echte Freiheit und Frieden könnten nur gedeihen, wenn die Menschen gemeinsam gegen Spaltung und Ungerechtigkeit stünden.
Die Gedenkveranstaltung in Bergisch Gladbach machte die menschlichen Kosten von Kriegen und die anhaltende Notwendigkeit von Wachsamkeit deutlich. Angesichts der weltweit andauernden Konflikte unterstrich Kreutz' Botschaft die Bedeutung von Dialog, Gerechtigkeit und gemeinschaftlichem Handeln. Die Ehrung der Stadt erinnerte daran, wie wichtig es ist, die Vergangenheit nicht zu vergessen und gleichzeitig an einer stabileren Zukunft zu arbeiten.