Antimilitaristische Proteste in Köln eskalieren mit Besetzungen und Festnahmen
Steve HeckerAntimilitaristische Proteste in Köln eskalieren mit Besetzungen und Festnahmen
Antimilitaristische Proteste erschüttern diese Woche Köln
Eine Reihe von antimilitaristischen Demonstrationen hat Köln in dieser Woche in Aufruhr versetzt. Aktivisten richteten sich gegen Rüstungshersteller und politische Einrichtungen, was zu Polizeieinsätzen und Festnahmen führte. Die Aktionen erfolgen vor dem Hintergrund einer breiten Debatte über die deutsche Rüstungsindustrie.
Am 29. August besetzten Demonstranten die örtlichen SPD-Parteibüros in der Magnusstraße. Etwa 20 Personen drangen gewaltsam ein und weigerten sich zu gehen, woraufhin Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet wurde. Die Polizei räumte das Gebäude und nahm drei Widerständige vorläufig fest, bevor sie wieder freigelassen wurden.
Noch am selben Tag blockierte eine Gruppe von über 200 meist vermummten Demonstranten den Zugang zur Deutz AG in der Dillenburger Straße. Beamte lösten die Versammlung auf, beseitigten die Straßensperre und führten Personenkontrollen durch. Mittlerweile laufen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht.
Unterdessen berichtete die Rheinmetall AG von einer kleineren Kundgebung mit 30 bis 40 teilweise vermummten Personen vor ihrer Niederlassung in Bonn-Beuel an der Pützchens Chaussee. Die Polizei griff erneut ein, woraufhin sich die Gruppe später in einen Regionalzug Richtung Köln begab.
Die Behörden prüfen nun mögliche Rechtsverstöße im Zusammenhang mit den Vorfällen bei der Deutz AG und der Rheinmetall AG. Die Proteste lenken die Aufmerksamkeit auf die Spannungen rund um die Rüstungsproduktion. Die Polizei bleibt in Alarmbereitschaft, da die Demonstrationen anhalten.
