Aminata Belli kämpft gegen Mobbing: Wie sie Jugendliche zum Reden bringt
Steve HeckerDer Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft gegen Mobbing: Wie sie Jugendliche zum Reden bringt
Aminata Belli, eine bekannte Aktivistin gegen Mobbing, besucht seit einiger Zeit Schulen in ganz Norddeutschland, um mit Jugendlichen über psychische Gesundheit, Leistungsdruck und Belästigung zu sprechen. Ihre Arbeit ist Teil der Kampagne klar und deutlich des NDR, die im Rahmen der Initiative #SagNichtNichts von Aktion Mensch steht. Fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland erlebt Mobbing – doch viele schweigen aus Angst oder Scham.
Anfang dieses Jahres zog sich Belli vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem sie einer Welle von Hassnachrichten ausgesetzt war. Dennoch spricht sie weiterhin offen über Diskriminierung und Rassismus auf Instagram und ermutigt zu ehrlichen Gesprächen. Mit ihren Schulbesuchen möchte sie sichere Räume schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler Erfahrungen teilen und gegenseitiges Verständnis aufbauen können.
Mobbing betrifft alle Lebensbereiche – Schule, Arbeitsplatz und digitale Interaktionen – und doch schweigen etwa 80 Prozent der Betroffenen. Belli betont, dass niemand Mobbing verdient hat und niemand es allein durchstehen sollte. Gleichzeitig weist sie auf die Verantwortung von Medien und sozialen Plattformen hin, Normen zu prägen, und fordert eine stärkere Sichtbarmachung von Hassrede.
Für Belli selbst bleibt Selbstfürsorge eine Herausforderung, doch sie stärkt ihre Widerstandskraft durch Gemeinschaft, Sport und Auszeiten. Sie hofft, dass die Kampagne #SagNichtNichts die Stigmatisierung von Mobbing verringert und langfristig ein Umdenken bei den Täterinnen und Tätern bewirkt.
Die Schulbesuche im Rahmen der Kampagne – deren genaue Reichweite nicht öffentlich beziffert wird – spiegeln die wachsenden Bemühungen wider, Mobbing durch Dialog zu bekämpfen. Bellis Engagement unterstreicht die Notwendigkeit offener Gespräche, Unterstützungssysteme und gesellschaftlicher Veränderungen. Ihre Botschaft ist klar: Mobbing muss gemeinsam angegangen werden – und nicht im Stillen ertragen.






