17 March 2026, 00:12

50 Jahre nach Diebstahl: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück

Werbeplakat mit zwei metallenen Bierhumpen und einem Glas Bier

50 Jahre nach Diebstahl: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Diebstahl einen gestohlenen Bierkrug an Münchens berühmtes Hofbräuhaus zurückgegeben. Der anonyme Besucher, der 1976 dort einen geselligen Abend verbracht hatte, schickte kürzlich Ersatz in Form eines ähnlichen Kruges sowie 20 Euro als Wiedergutmachung zurück. Solche Rückgaben geschehen zwar einige Male pro Jahr, doch die Brauerei führt keine genaue Statistik über vermisste Gegenstände.

Der Vorfall reicht bis ins Jahr 1976 zurück, als ein englischsprachiger Tourist das Hofbräuhaus mit einem der ikonischen Ein-Liter-Krüge verließ. Jahrzehnte später beschloss die Person, den Fehler wiedergutzumachen, und sandte einen vergleichbaren Krug zusammen mit 20 Euro per Post zurück. Da der originale Krug möglicherweise nicht mehr existiert, handelt es sich bei dem zurückgeschickten Exemplar wahrscheinlich um einen Ersatz.

Die 20 Euro decken nicht einmal die Kosten für einen neuen Krug, der im Online-Shop des Hofbräuhauses derzeit für 19,95 Euro angeboten wird. Stattdessen fließt das Geld an die Wohlfahrt – konkret an die Initiative Bunte Münchner Kindl, die sich für lokale Kinderprojekte einsetzt. Drei- bis viermal jährlich erhält die Brauerei derartige Briefe, oft mit zurückgesandten Krügen oder kleinen Geldbeträgen.

Dies ist nicht der erste Fall eines nach Jahrzehnten zurückgegebenen Kruges. 2020 brachte eine Amerikanerin einen 55 Jahre lang behaltenen Krug an das benachbarte Wirtshaus Platzl zurück. Zwar gehen dem Hofbräuhaus jährlich Tausende Krüge verloren, doch genaue Zahlen zu Rückgaben oder Entschädigungen durch US-Besucher in den letzten Jahren liegen nicht vor.

Die Rückgabe des Kruges und die Spende zeigen, wie manche Gäste irgendwann beschließen, alte Schuld wiedergutzumachen. Das Hofbräuhaus, das die verschwundenen Krüge nicht systematisch erfasst, wird die 20 Euro an eine Kinderhilfsorganisation weiterleiten. Solche Fälle bleiben zwar selten, beweisen aber, dass gestohlene Gegenstände mitunter noch Jahrzehnte später ihren Weg zurückfinden.

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