Wolfsabschuss erleichtert: Warum Landwirte jubeln und Naturschützer warnen

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Ein Wolf steht im Vordergrund mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund, und Text ist in der rechten unteren Ecke sichtbar.Admin User

Wolfsabschuss erleichtert: Warum Landwirte jubeln und Naturschützer warnen

Lockere Wolfsbejagung: Was Umweltschützer und Schafzüchter dazu sagen

Bundesregierung lockert Wolfsabschuss: Neue Regeln wegen Gloria und Co. – wie NRW-Schäfer und Naturschützer reagieren

Die deutsche Bundesregierung hat den Wolf unter das Jagdrecht gestellt und damit den Abschuss von Tieren erleichtert, die als Bedrohung für Nutztiere gelten. Die Entscheidung folgt auf wachsende Spannungen zwischen Landwirten und Naturschützern angesichts zunehmender Wolfsangriffe. Erst kürzlich verlor ein Züchter in Hünxe zwei Schafe durch eine Wölfin namens Gloria – trotz Schutzzaun.

Wölfe in Deutschland sind vor allem in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Aktuelle Monitoring-Daten verzeichnen bundesweit etwa 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzelgänger. Kleinere Populationen haben sich auch in Regionen wie dem Schwarzwald in Baden-Württemberg und Thüringen angesiedelt.

Allein im vergangenen Jahr töteten Wölfe bundesweit über 4.300 Nutztiere. Ein solcher Vorfall ereignete sich in Nordrhein-Westfalen, wo die Wölfin Gloria eine Herde in Hünxe angriff: Sie riss ein trächtiges Schaf und verletzte ein weiteres schwer, indem sie ihm den Bauch aufschlitzte. Der Züchter, Erich Specht, hatte zwar einen Schutzzaun errichtet – doch dieser hielt den Beutegreifer nicht auf.

Mit der Kabinettsentscheidung wird der Abschuss von Problemwölfen vereinfacht. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt den Schritt und schlägt vor, den Bestand an Jungwölfen zwischen Juni und Oktober um 40 Prozent zu reduzieren. Die Naturschutzorganisation NABU hingegen plädiert für besseren Herdenschutz statt Bejagung. Sie warnt, dass das Töten von Wölfen Rudelstrukturen zerstören und zu mehr Angriffen führen könnte.

Finanzielle Hilfen für Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Herdenschutzhunde bleiben bestehen. Die Regierung betont, die neuen Regeln sollten den Artenschutz mit den Bedürfnissen der Landwirte in Einklang bringen.

Das überarbeitete Jagdrecht vereinfacht das Vorgehen gegen Wölfe, die Nutztiere bedrohen. Betroffene wie Erich Specht könnten künftig leichter auf Angriffe reagieren, während Naturschützer weiterhin auf nicht-tödliche Lösungen drängen. Angesichts weiter wachsender Wolfsbestände dürfte die Debatte über den Umgang mit den Folgen für die Landwirtschaft anhalten.

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