Wesel feiert erstes gemeinsames Iftar für interreligiösen Austausch
Wesel veranstaltete erstes gemeinschaftliches Iftar am 13. März 2026
In Wesel kam am 13. März 2026 erstmals ein gemeinschaftliches Fastenbrechen (Iftar) zusammen, das Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Hintergründe vereinte. Ziel der Veranstaltung war es, den interreligiösen Dialog und den sozialen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter lokaler Vereine, religiöser Gruppen und der Zivilgesellschaft.
Organisiert wurde das Iftar von islamischen Kulturvereinen, der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Stadt Wesel. Nach dem Abendgebet versammelten sich die Teilnehmer, um gemeinsam mit einem abwechslungsreichen Büfett das Fasten zu brechen. Die Mahlzeit stand symbolisch für Einheit, wie Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, in ihrer Ansprache betonte.
Bürgermeister Rainer Benien unterstrich die Bedeutung solcher Begegnungen für den gegenseitigen Respekt. Er dankte der Integrationsbeauftragten der Stadt und allen beteiligten Gemeinschaften für ihr Engagement. Das Fasten im Ramadan, eine der fünf Säulen des Islam, hat für Muslime eine tiefe religiöse Bedeutung – was das gemeinsame Essen besonders bedeutsam machte.
Die Veranstaltung in Wesel reiht sich in einen wachsenden Trend in Deutschland ein. Bis Ende 2023 hatten bereits mindestens vier weitere Städte – Berlin, Rastatt, Dortmund und Kreuztal – ähnliche interreligiöse Iftars ausgerichtet. Diese Treffen, die von öffentlichen Mahlzeiten bis hin zu Kulturfestivals reichen, spiegeln ein breiteres Bestreben nach Austausch zwischen Muslimen und anderen Glaubensgemeinschaften wider.
Das Iftar in Wesel markierte einen Schritt hin zu mehr Verständnis zwischen den verschiedenen Gruppen der Stadt. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer hoben den Wert gemeinsamer Erlebnisse für den Aufbau stärkerer Gemeinschaftsbindungen hervor. Ähnliche Veranstaltungen in ganz Deutschland deuten auf eine zunehmende Bewegung hin, die den interreligiösen Dialog fördert.






