19 March 2026, 14:16

Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordgewinne

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Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordgewinne

Deutschlands größter Vermieter Vonovia verzeichnet starkes Wachstum im Jahr 2025

Der Immobilienkonzern Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Die Erträge des Unternehmens stiegen deutlich, angetrieben durch höhere Mieten und den Verkauf von Immobilien. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, seinen Wohnungsbestand ausbauen und die Schulden schneller als geplant abzubauen zu wollen.

Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Mieterverbände das Unternehmen wegen steigender Mieten kritisieren und strengere Schutzmaßnahmen fordern.

Die Finanzzahlen von Vonovia für 2025 zeigen einen klaren Aufwärtstrend. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn erhöhte sich um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro. Als Gründe für das Wachstum nannte das Unternehmen höhere Mieteinnahmen, zusätzliche Erlöse aus Dienstleistungen sowie Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien.

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Die Mieten im gesamten Portfolio von Vonovia stiegen 2025 um durchschnittlich 4,6 % und erreichten im Schnitt 8,38 Euro pro Quadratmeter und Monat. Der Deutsche Mieterbund warf dem Konzern daraufhin "drastische Mietsteigerungen" vor und forderte bundesweite Maßnahmen, um Mieter vor übermäßigen Erhöhungen zu schützen.

Vonovia besitzt derzeit rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich; der Gesamtwert des Immobilienportfolios wird auf 84,4 Milliarden Euro geschätzt. Seit 2020 hat das Unternehmen seine verwalteten Wohneinheiten von etwa 430.000 auf über 600.000 ausgebaut und ist damit Europas größtes Wohnimmobilienunternehmen – noch vor Konkurrenten wie Blackstone und LEG Immobilien.

Um die Schulden schneller abzubauen, verkaufte Vonovia 2025 insgesamt 2.333 Wohnungen und plant, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Zudem könnte das Unternehmen nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte wie Seniorenimmobilien und einige Minderheitsbeteiligungen abstoßen. Trotz dieser Verkäufe will Vonovia kurzfristig 4.200 neue Wohnungen errichten und langfristig über 65.000 weitere auf eigenen Grundstücken bauen.

Die Aktionäre können sich über eine Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie freuen.

Vonovias Strategie verbindet Expansion mit Schuldenabbau und festigt so die Marktführerschaft des Unternehmens im europäischen Wohnimmobiliensektor. Zwar hat sich die finanzielle Performance verbessert, doch die steigenden Mieten stoßen bei Mieterschützern auf Kritik. Mit dem Plan, den Wohnungsbestand auszubauen und gleichzeitig gezielt Vermögenswerte zu veräußern, strebt der Konzern in den kommenden Jahren ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und finanzieller Stabilität an.

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