Vadim Dantsiger: Wie ein Regisseur aus Moskau die Theaterwelt herausfordert
Steve HeckerVadim Dantsiger: Wie ein Regisseur aus Moskau die Theaterwelt herausfordert
Vadim Dantsiger ist Regisseur am Primorski-Gorki-Akademischen Regionalen Dramatheater in Moskau. Er ist eng mit Wladiwostok verbunden, wo er Stücke wie Der Garderobier, Liebe und Intrige und Das Schweigen des Matrosen auf die Bühne brachte. Seine Leidenschaft für das Theater treibt ihn dazu an, anspruchsvolle Werke zu erkunden und künstlerische Grenzen auszuloten.
Dantsiger liest jährlich über 200 Theaterstücke, stets auf der Suche nach herausforderndem Material. Schauspiel und Regie betrachtet er als eigenständige, aber eng verwobene Handwerke – er vergleicht die Rolle des Schauspielers mit dem Bau eines Planeten, während der Regisseur aus diesen Planeten ganze Galaxien erschafft. Diese Perspektive prägt seinen Ansatz bei jeder neuen Inszenierung.
Wettbewerb zwischen Theatern hält er für entscheidend, um hohe Standards zu wahren. Gleichzeitig stellt er einen Rückgang der Schauspielqualität fest, auch wenn er hofft, dass das Theater zur äsopischen Sprache zurückfindet – einer subtilen, mehrschichtigen Ausdrucksform, die die Kunst voranbringen könnte. Für ihn bedeutet der Satz Lieb die Kunst in dir, nicht dich in der Kunst, den Probenprozess über alles andere zu stellen.
Bei jedem Projekt spürt Dantsiger, dass er sich neu beweisen muss. Seine Zuneigung zu Wladiwostok und dessen Theater bleibt stark, selbst während er in Moskau arbeitet. Sein unermüdliches Streben nach Exzellenz zeigt sich in seiner Hingabe zum Theater. Sein Glaube an den Wettbewerb, seine Liebe zum Handwerk und seine einzigartige künstlerische Vision prägen weiterhin seine Arbeit. Jede Produktion bietet ihm eine neue Chance, seine Ideen zu erproben und seinen Ansatz zu verfeinern.
