Trump als Medienphänomen: Wie ein Auftritt die Politik revolutionierte

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Eine Konferenzszene mit Sitzplätzen, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und -eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.Admin User

Trump als Medienphänomen: Wie ein Auftritt die Politik revolutionierte

HNF-Vortrag | Medienliebling trifft Helden (m/w/d): Trump als Medienphänomen

Ralph Sina, ehemaliger ARD-Korrespondent

  1. November 2025, 18:00 Uhr

Schlagwörter: Unterhaltung, Popkultur

Vor einem Jahrzehnt startete Donald Trump mit einem spektakulären Auftritt auf der goldenen Rolltreppe im Trump Tower seine politische Karriere. Dieser Moment markierte den Beginn einer mediengetriebenen Reise, die die globale Politik nachhaltig verändern sollte. Eine bevorstehende Veranstaltung untersucht nun, wie sein Aufstieg durch moderne Medienstrategien befeuert wurde – und welche langfristigen Auswirkungen dies auf die öffentliche Debatte hat.

Die Diskussionsrunde, veranstaltet vom Heinz Nixdorf MuseumsForum in Kooperation mit dem Bildungsbüro des Kreises Paderborn, widmet sich Trumps ambivalentem Verhältnis zu den Medien: als Meister der Selbstinszenierung ebenso wie als scharfer Kritiker des Journalismus.

Am 16. Juni 2015 stieg Trump die Rolltreppe in seinem Manhattaner Wolkenkratzer hinab, um seine Präsidentschaftskandidatur zu verkünden. Der medienwirksame Auftritt zog weltweit Aufmerksamkeit auf sich und setzte den Ton für einen Wahlkampf, der auf Spektakel setzte. In den folgenden Jahren entwickelte sich sein Ansatz zu einer Mischung aus direkter Ansprache, Konfrontation mit Journalisten und viraler Erzählweise.

Ralph Sina, ehemaliger ARD-Korrespondent, wird die Veranstaltung leiten und aus erster Hand von Trumps Taktiken berichten. Er analysiert, wie der Unternehmer und spätere Politiker soziale Medien als Waffe einsetzte, traditionelle Nachrichtenformate angriff und mit boulevardesken Schlagzeilen die Schlagzeilen dominierte. Zudem geht es um die weiteren Folgen seiner Politik – von der Spaltung der US-Gesellschaft bis hin zu Verschiebungen in der internationalen Diplomatie.

Im Mittelpunkt von Trumps Mediensuccess standen digitale Plattformen und der Boulevardjournalismus. Algorithmen auf Seiten wie X (ehemals Twitter) verstärkten seine Botschaften, während provokante Überschriften ihn ständig im Rampenlicht hielten. Seine Fähigkeit, traditionelle Medien zu umgehen und direkt mit Anhänger:innen zu kommunizieren, schuf eine Rückkopplungsschleife der Aufmerksamkeit – oft auf Kosten faktenbasierter Berichterstattung. Die Veranstaltung seziert, wie diese Mechanismen die politische Kommunikation umkrempelten und Trump zur Symbolfigur für Medienmacht machten: als Held wie als Antiheld zugleich.

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich. Weitere Informationen, auch zum Veranstaltungsort, finden sich auf der Website des Heinz Nixdorf MuseumsForums (HNF).

Die Veranstaltung bietet eine vertiefte Auseinandersetzung damit, wie Trumps Medienstrategien Politik und öffentliche Debatten veränderten. Durch die Kombination aus Selbstvermarktung und Angriffen auf den Journalismus nutzte er digitale Werkzeuge, um seinen Einfluss weit über seine Präsidentschaft hinaus zu sichern. Die Diskussion will die anhaltenden Folgen dieses mediengetriebenen Ansatzes für Demokratie und globalen Diskurs aufzeigen.

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