24 May 2026, 14:18

Traditionsbetrieb Fasana vor dem Aus: Insolvenz, Cyberangriff und gescheiterte Übernahme

Tissuehersteller in Euskirchen kämpft ums Überleben

Traditionsbetrieb Fasana vor dem Aus: Insolvenz, Cyberangriff und gescheiterte Übernahme

Fasana, traditioneller Tissue-Hersteller aus Euskirchen, kämpft seit vier Monaten gegen die Insolvenz

Die Probleme des Unternehmens gehen auf hohe Energiekosten, wirtschaftliche Belastungen und einen verheerenden Cyberangriff Anfang Juni zurück. Nun steht die Zukunft des Betriebs auf dem Spiel, nachdem eine mögliche Übernahme an einem Streit um eine Immobilie gescheitert ist.

Zwei große internationale Unternehmen hatten zunächst Interesse an einer Übernahme von Fasana gezeigt. Die Verhandlungen platzen jedoch, als der Eigentümer des Grundstücks einen Preis verlangte, der dreimal höher lag als die eigene Bewertung des Unternehmens. Ohne einen Käufer droht dem über 100 Jahre alten Familienbetrieb nun die Schließung.

Geschäftsführer Karsten Beisert arbeitet eng mit der Stadt Euskirchen zusammen, um alternative Lösungen zu finden. Die Mitarbeiter hingegen befinden sich in einer unsicheren Warteposition – ihre Zukunft ist ungewiss. Eine für den folgenden Tag anberaumte Betriebsversammlung soll aktuelle Informationen zur Lage liefern.

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Die Schwierigkeiten von Fasana begannen bereits vor Monaten: Steigende Energiekosten und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld belasteten das Unternehmen schwer. Ein Cyberangriff im Juni trieb es schließlich in die Insolvenz und verschärfte die finanzielle Krise. Besonders brisant: Die umstrittene Immobilie, die den Übernahme-Deal zum Scheitern brachte, gehört nicht einmal Fasana selbst – eine zusätzliche Komplikation in den Verhandlungen.

Falls sich keine Lösung abzeichnet, könnte Fasana nach mehr als einem Jahrhundert Betriebsgeschichte gezwungen sein, die Tore endgültig zu schließen. Über 100 Mitarbeiter warten auf Klarheit, während Kommunalpolitiker und Unternehmensführung weiter nach einem Ausweg suchen. Die kommenden Entscheidungen werden darüber bestimmen, ob das Traditionsunternehmen überlebt – oder für immer verschwindet.

Quelle