Titanick-Theater in Münster rettet sich mit zusätzlichen Fördergeldern vor drastischer Kürzung
Folker RoggeTitanick-Theater in Münster rettet sich mit zusätzlichen Fördergeldern vor drastischer Kürzung
Münsters Titanick Theater sichert letzte Minute zusätzliche Fördergelder – nach geplanter Kürzung um 47 %
Das Freilichttheater Titanick in Münster hat in letzter Minute eine Aufstockung seiner Fördermittel durchgesetzt, nachdem eine Kürzung der Betriebskostenzuschüsse um 47 % im Raum stand. Die als eine der beliebtesten Tourneetheater Deutschlands bekannte Truppe erhält nun in den nächsten zwei Jahren 40.000 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Doch an die zusätzlichen Mittel sind Auflagen geknüpft.
Noch in diesem Jahr hatte der Kulturausschuss der Stadt – unterstützt von Mitgliedern der Grünen, von Volt und der SPD – vorgeschlagen, den jährlichen Zuschuss für das Theater von 115.000 Euro auf rund 60.000 Euro zu kürzen. Die Politiker begründeten dies damit, dass Titanick mehr Vorstellungen vor Ort statt auf ausgedehnten Tourneen zeigen solle. Die geplante Reduzierung löste Sorgen um die Zukunft des Ensembles aus.
Nach Verhandlungen wurde die Kürzung nun abgewendet. Statt fast die Hälfte seiner Mittel zu verlieren, erhält das Theater eine moderate Aufstockung. Dennoch bleiben Zweifel, ob dieser Zuwachs ausreicht, um die langfristige Stabilität zu sichern.
Um die zusätzlichen Gelder zu erhalten, muss Titanick sein Programm in Münster ausbauen. Die Truppe, die national wie international einen exzellenten Ruf genießt, wird voraussichtlich auch weitere Unterstützung durch Spenden suchen müssen.
Die Förderentscheidung kehrt einen früheren Beschluss um, der eine drastische Kürzung des Theateretats vorsah. Zwar bringt die Aufstockung vorläufig Entlastung, doch die finanzielle Zukunft des Theaters hängt weiterhin davon ab, die städtischen Auflagen zu erfüllen. Zusätzliche Spendenaktionen könnten nötig werden, um die laufenden Kosten zu decken.






