SPD in Solingen plant Arbeitsplätze für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger
Folker RoggeSPD in Solingen plant Arbeitsplätze für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger
Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat eine neue Initiative vorgeschlagen, um sinnvolle Arbeitsplätze für Bezieher von Sozialleistungen zu schaffen. Das Vorhaben richtet sich an anerkannten Geflüchtete sowie erwerbsfähige Bürger, die Bürgergeld erhalten. Nach Angaben der Partei soll das Programm den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und gleichzeitig die soziale Integration fördern.
Im Mittelpunkt der Initiative steht die Schaffung zusätzlicher Stellen mit gesellschaftlichem Mehrwert, die keine Konkurrenz zu bestehenden Arbeitsplätzen darstellen. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Corinna Faßbender, betonte, dass Arbeit das Selbstwertgefühl stärkt, den Tagesablauf strukturiert und die Teilhabe am Gemeinschaftsleben verbessert. Sie bezeichnete den Vorschlag als Möglichkeit, Lücken in sozial nützlicher Arbeit zu schließen.
Der Unternehmer und Aufsichtsrat Daniel Weber unterstützte die Idee und argumentierte, dass sinnstiftende Arbeit ein Schlüsselfaktor für gelungene Integration sei. Das Projekt soll zudem gemeinnützige Organisationen einbinden, die mit ihrem Fachwissen und ihren Netzwerken die Teilnehmenden unterstützen.
Bevor das Vorhaben umgesetzt werden kann, muss die Stadtverwaltung ein vollständiges Konzept inklusive Kostenschätzung erarbeiten, das rechtzeitig für die nächsten Haushaltsberatungen vorliegt. Aktuelle Daten zur genauen Zahl erwerbsfähiger, aber arbeitsloser Geflüchteter und Bürgergeld-Empfänger in Solingen liegen bisher nicht vor.
Mit ihrer Initiative will die SPD strukturierte Wege in den Arbeitsmarkt für benachteiligte Gruppen schaffen. Bei einer Umsetzung wäre das Projekt auf die Zusammenarbeit mit lokalen gemeinnützigen Trägern und eine klare Finanzplanung angewiesen. Die endgültige Entscheidung hängt vom anstehenden Bericht der Verwaltung und den Haushaltsverhandlungen ab.






