Schulplatz-Knappheit in Bergisch Gladbach: Eltern kämpfen um OGS-Betreuung bis März
Folker RoggeSchulplatz-Knappheit in Bergisch Gladbach: Eltern kämpfen um OGS-Betreuung bis März
Eltern in Bergisch Gladbach erhalten bis Ende März die endgültigen Zuweisungen für Schulplätze – einschließlich der Betreuungsangebote im Offenen Ganztag (OGS). Die Stadt steht weiterhin vor der Herausforderung, die hohe Nachfrage zu decken. Einige Familien haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet, nachdem ihre Anträge auf OGS-Plätze abgelehnt wurden. Ab 2026 haben Erstklässler zwar einen gesetzlichen Anspruch auf einen OGS-Platz, doch die Kapazitäten bleiben knapp.
Im aktuellen Schuljahr lag die OGS-Abdeckung bei etwa 77 Prozent und verfehlte damit das Ziel von 81 Prozent. Stand 15. Oktober 2025 verfügt die Stadt über 3.312 OGS-Plätze – 160 weniger als geplant und nur 40 mehr als im Vorjahr. Um die Kapazitäten zu erhöhen, werden neue Räumlichkeiten angemietet, bestehende Einrichtungen erweitert und die Nutzung optimiert.
Im Schuljahr 2025/26 verklagten zwei Familien die Stadt, nachdem ihre Kinder an den Wunschschulen keinen Platz erhalten hatten. In einem Fall hatten die Kläger Erfolg, was die angespannte Situation bei den begrenzten Plätzen unterstreicht. Einige Schulen mussten Bewerber aufgrund unzureichender Kapazitäten abweisen.
Für das Schuljahr 2026/27 werden die meisten Grundschulen Erstklässlern im Rahmen des neuen Rechtsanspruchs kostenlose OGS-Plätze anbieten. Drei Schulen – die GGS Heidkamp, die GGS Moitzfeld und die KGS Frankenforst – verfügen jedoch weiterhin nicht über ausreichend Plätze. Hier fehlen 23, 10 bzw. 7 Betreuungsangebote. Die Stadt kann noch nicht abschließend sagen, wie viele OGS-Plätze insgesamt zur Verfügung stehen werden. Die Vergabe-Kriterien, die noch nicht final festgelegt sind, werden voraussichtlich Erstklässler priorisieren, da diese einen gesetzlichen Anspruch haben.
Da die Nachfrage voraussichtlich das Angebot übersteigen wird, könnten viele Familien Schwierigkeiten haben, einen OGS-Platz zu sichern. Die Stadt arbeitet weiterhin daran, die Kapazitäten auszubauen, doch mit Inkrafttreten des Rechtsanspruchs 2026 bleiben die Herausforderungen bestehen. Die endgültigen Zuweisungen erhalten die Eltern bis Ende März.






