Rünthe 08 revolutioniert den Amateurfußball mit Anti-Gewalt-Projekt
Rünthe 08, ein Fußballverein aus Bergkamen, gewinnt den Zukunftspreis 2025 für sein Engagement gegen Gewalt im Amateurfußball
Der Verein Rünthe 08 aus Bergkamen ist mit dem Zukunftspreis 2025 ausgezeichnet worden – und das für sein vorbildliches Projekt zur Bekämpfung von Gewalt im Amateurfußball. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung soll das innovative Programm "Trainer-Eltern-Kind" weiter fördern. Seit dem Start der Initiative gab es bei Spielen oder Veranstaltungen des Vereins keine gewalttätigen Vorfälle mehr.
Das Konzept von Rünthe 08 setzt auf frühkindliche Erziehung und die Einbindung der Familien. Kinder zwischen drei und zehn Jahren nehmen an speziellen Workshops teil, in denen sie spielerisch und altersgerecht die vom Verein entwickelten Regeln vermittelt bekommen. Ziel ist es, Respekt, Fairplay und Teamgeist bereits im frühen Alter zu verankern.
Ein weiterer zentraler Baustein des Projekts sind verpflichtende Elternabende. Hier lernen Familien, wie sie konstruktiv mit Trainern und Schiedsrichter:innen kommunizieren – um Konflikte zu entschärfen, bevor sie eskalieren. Sogar eine eigene Vereinshymne, die Respekt und Fairplay feiert, wurde komponiert und wird vor jedem Heimspiel gespielt.
Rünthe 08 ist nicht der einzige Verein, der für sein Engagement gewürdigt wurde. Auch Wellensiek aus Bielefeld und Bornheim 1945 Grün-Weiß aus Nordrhein-Westfalen erhielten Anerkennung für ähnliche Initiativen. Öffentlich bekannt sind jedoch keine vergleichbaren Projekte anderer Regionalvereine in den letzten fünf Jahren.
Der Zukunftspreis unterstreicht den Erfolg von Rünthe 08 bei der Schaffung eines sichereren Umfelds im Amateurfußball. Da seit Beginn des Projekts keine Gewaltvorfälle mehr gemeldet wurden, könnte das Modell Schule machen. Die 5.000 Euro Preisgeld sollen helfen, die Arbeit in der kommenden Saison nachhaltig fortzuführen und auszubauen.






