Remscheid erklärt Tuning-Treffen auf Parkplätzen den Kampf – mit harten Strafen bis 1.000 Euro
Steve HeckerRemscheid erklärt Tuning-Treffen auf Parkplätzen den Kampf – mit harten Strafen bis 1.000 Euro
Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen die Belästigungen durch die Tuning- und Poser-Szene vor. Die Stadt plant die Einführung eines „Versammlungsverbots“ auf öffentlichen Parkplätzen, um große Treffen mit modifizierten Fahrzeugen zu unterbinden. Ein entsprechender Antrag wird am Donnerstag im Rat beraten.
Besonders betroffen ist der Stadtteil Lennep, wo sich bis zu 40 aufgemotzte Autos auf Parkplätzen versammeln. Anwohner klagen seit Langem über nächtlichen Lärm und Ruhestörungen durch diese Treffen.
Es ist nicht der erste Versuch, das Problem in den Griff zu bekommen: Ein ähnlicher Vorschlag war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden. Nun prüft die Stadt zusätzliche Maßnahmen, darunter die Installation von Bodenschwellen und „Schlafpolizisten“ auf Straßen, die bei Posern beliebt sind.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte die Pläne, zu denen auch die Zusammenarbeit mit Betreibern privater Parkplätze gehört. Diese sollen eine direkte Leitstelle zur Polizei erhalten, um eigene Versammlungsverbote durchzusetzen.
Falls der neue Erlass verabschiedet wird, sind Treffen dieser Art auf öffentlichen Parkplätzen verboten. Zuwiderhandlungen könnten mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Die Stadt erhofft sich dadurch weniger nächtliche Störungen und eine höhere Lebensqualität für die Anwohner.






