16 April 2026, 00:18

NRW verzeichnet 2024 mehr Müll pro Kopf als im Vorjahr

Großer Müllhaufen auf einem Förderband in einer Recyclinganlage mit einer Maschine im Vordergrund und einem Metalldach darüber.

Fast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - NRW verzeichnet 2024 mehr Müll pro Kopf als im Vorjahr

Nordrhein-Westfalens Einwohner produzierten 2024 mehr Müll als im Vorjahr

Im Jahr 2024 fiel in Nordrhein-Westfalen mehr Abfall an als im Jahr zuvor. Pro Kopf entstanden durchschnittlich 454,2 Kilogramm – ein Anstieg um 2,1 Prozent gegenüber 2023. Experten zufolge deutet dies jedoch nicht auf einen langfristigen Trend zu steigenden Müllmengen in der Region hin.

Die insgesamt gesammelte Menge an kommunalem Abfall belief sich 2023 auf 8,2 Millionen Tonnen. Fast 40 Prozent davon entfielen auf Restmüll aus Haushalten. Die aktuelle Zahl für 2024 bedeutet eine Zunahme von 13 Kilogramm pro Person im Vergleich zum Vorjahr.

Die Müllproduktion hatte ihren Höhepunkt während der Pandemiejahre erreicht. 2020 lag der Durchschnitt bei 480,4 Kilogramm pro Kopf, 2021 stieg er sogar auf 491,7 Kilogramm. Dieser Anstieg stand unter anderem im Zusammenhang mit dem Boom von Online-Einkäufen und Lieferdiensten.

Vor der Pandemie war die Müllmenge dagegen schrittweise zurückgegangen. 2014 betrug der Pro-Kopf-Wert noch 479,4 Kilogramm, bis 2019 sank er auf 461,5 Kilogramm. Der Deutsche Verband für Abfallwirtschaft betont, dass trotz der jüngsten Schwankungen kein klarer Trend zu einer dauerhaft wachsenden Abfallmenge erkennbar sei.

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Die Zahlen für 2024 zeigen zwar einen Anstieg gegenüber den beiden Vorjahren, bleiben aber unter den Spitzenwerten der Pandemiezeit. Behörden führen den jüngsten Anstieg unter anderem auf vermehrte Online-Bestellungen zurück. Insgesamt deute die Entwicklung jedoch nicht auf einen kontinuierlichen Anstieg der Müllproduktion hin.

Quelle