NRW investiert 305 Millionen Euro in den S-Bahn-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nadeshda SölzerNRW investiert 305 Millionen Euro in den S-Bahn-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nordrhein-Westfalen (NRW) investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Das Land hat sich verpflichtet, 305 Millionen Euro in das Projekt zu stecken, dessen Gesamtkosten nun auf 836 Millionen Euro veranschlagt werden. Der Ausbau soll schnellere und häufigere Verbindungen in der Region ermöglichen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören neue Bahnsteige, barrierefreie Zugänge und ein zweites Gleis – allerdings könnten Verzögerungen die Fertigstellung hinauszögern.
Im Rahmen des S11-Ausbaus entstehen insgesamt vier neue Bahnsteige: zwei am Kölner Hauptbahnhof und zwei am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird auf vier Bahnsteige erweitert, zudem entsteht mit Köln-Kalk West ein komplett neuer Haltepunkt. Die Änderungen sollen Engpässe verringern und die Umsteigemöglichkeiten für Fahrgäste verbessern.
Barrierefreiheit und Bauarbeiten: Was auf Pendler zukommt Alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach werden vollständig barrierefrei umgebaut. Die Sanierungsarbeiten in Holweide und Dellbrück sind für den Zeitraum vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027 geplant. Die ersten größeren Einschränkungen für Pendler beginnen jedoch bereits früher: Vom 10. April bis 3. Juli 2026 wird in Mülheim ein digitales Stellwerk installiert, was zu Sperrungen führen wird.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) rechnet noch in diesem Sommer mit den finalen Baugenehmigungen. Da die Planfeststellung nun abgeschlossen ist, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen. Ungewiss bleibt jedoch der Fertigstellungstermin für das zweite Gleis, der aktuell für Anfang 2032 anvisiert ist – hier könnte es aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten zu Verzögerungen kommen.
Mehr Züge, kürzere Taktungen, weniger Wartezeiten Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Der Bund beteiligt sich mit 531 Millionen Euro an dem Vorhaben, das zu den größten Bahninvestitionen der Region zählt. Der Ausbau der S11 bringt damit mehr Züge, bessere Barrierefreiheit und kürzere Fahrzeiten für tausende Pendler.
Die Bauarbeiten werden in mehreren Phasen umgesetzt, die ersten Sperrungen beginnen 2026. Allerdings könnten Planungskonflikte dazu führen, dass sich die Fertigstellung des zweiten Gleises über das ursprüngliche Zieljahr 2032 hinaus verzögert.






