NRW 2050: Wo die Bevölkerung schrumpft – und wo sie überraschend wächst
Folker RoggePrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Wo die Bevölkerung schrumpft – und wo sie überraschend wächst
Nordrhein-Westfalen steht vor ungleichen Bevölkerungsverschiebungen in den nächsten drei Jahrzehnten. Während einige Regionen wachsen werden, müssen andere mit deutlichen Rückgängen rechnen. Bis 2050 könnte das Land im Vergleich zu 2023 eine halbe Million Einwohner verlieren.
Die aktuellen Prognosen zeigen, dass vor allem ländliche Gebiete in Ost- und Südwestfalen schrumpfen werden. Kreise wie Höxter, Olpe und der Märkische Kreis könnten um 9,3 Prozent, 12,3 Prozent bzw. 12,5 Prozent an Bevölkerung einbüßen. Auch im Hochsauerlandkreis wird ein Rückgang um 9,6 Prozent erwartet.
Das Ruhrgebiet bleibt von diesem Trend nicht verschont: Kreise wie Recklinghausen, Ennepe-Ruhr und Unna müssen jeweils mit einem Bevölkerungsrückgang von etwa fünf Prozent rechnen.
Dagegen entwickelt sich das Rheinland gegen den Trend. Der Kreis Heinsberg könnte um 4,7 Prozent wachsen, während Mönchengladbach und Bonn Zuwächse von 4,3 Prozent bzw. 3,9 Prozent verzeichnen. Diese Städte bilden Ausnahmen in einer ansonsten schrumpfenden Region.
Langfristig könnte die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens bis 2070 sogar um eine Million sinken – ein weiterer Tiefpunkt in der langjährigen Abwärtsspirale.
Die Prognosen verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen städtischem Wachstum und ländlichem Rückgang. Bis 2050 werden einige Kreise deutlich weniger Einwohner haben, während Städte wie Bonn und Mönchengladbach weiterwachsen. Diese Verschiebungen werden die demografische Landschaft Nordrhein-Westfalens in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern.






