30 June 2026, 06:10

Netzausbau für erneuerbare Energien: 350 Milliarden Euro bis 2045 – doch es gibt Lösungen

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert die Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Netzausbau für erneuerbare Energien: 350 Milliarden Euro bis 2045 – doch es gibt Lösungen

Netzbetreiber geraten unter wachsenden Druck, Stromleitungen auszubauen, da die Anschlüsse für erneuerbare Energien zunehmen. Ein neuer Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln zeigt Wege auf, wie sich die Kosten senken lassen, ohne die Nachfrage zu vernachlässigen.

Der Ausbau der Verteilnetze zur Unterstützung erneuerbarer Energien erfordert bis 2045 durchschnittliche Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Euro. Die Kosten für den Netzausbau liegen derzeit – je nach Region – zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt.

Das EWI schlägt vor, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzzugangspunkten zu bündeln. Dieser Ansatz könnte jährlich 1,8 Milliarden Euro sparen, da weniger neue Infrastruktur benötigt wird. Zudem würde die durchschnittliche Netzauslastung steigen, was die Häufigkeit von Abregelungen erneuerbarer Energien verringert.

Hinter den Netzanbindungspunkten installierte Batteriespeicher könnten zudem Energieverluste weiter minimieren. Die kombinierten Effizienzgewinne durch geringere Netzausgaben und weniger Abregelungen belaufen sich auf 800 Millionen Euro pro Jahr. Der Bericht betont jedoch, dass neue Geschäftsmodelle notwendig sind, um diese Speicherlösungen zu finanzieren.

Gemeinsame Netzzugangspunkte bieten eine kostengünstige Möglichkeit, das Wachstum erneuerbarer Energien zu steuern. Die vorgeschlagenen Maßnahmen könnten die Ausbaukosten deutlich senken und gleichzeitig die Netzeffizienz verbessern. Diese Änderungen würden die finanzielle Belastung der Betreiber verringern und den Übergang zu sauberer Energie unterstützen.

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