Mutige Retter von Ratingen erhalten höchste Auszeichnung für ihren Einsatz
Nadeshda SölzerMutige Retter von Ratingen erhalten höchste Auszeichnung für ihren Einsatz
Neun Rettungskräfte, die vor zweieinhalb Jahren in Ratingen einen brutalen Angriff überlebten, werden für ihren Mut ausgezeichnet. Am Freitag verleiht Ministerpräsident Hendrik Wüst ihnen in Gelsenkirchen die Landesrettungsmedaille Nordrhein-Westfalen. Die Ehrung folgt auf einen gewaltsamen Überfall, bei dem acht von ihnen dauerhafte Verletzungen davontrugen.
Der Angriff ereignete sich, als sich der 57-jährige Frank P. in seiner Wohnung verschanzte und ein Gas-Luft-Gemisch entzündete. Als die Einsatzkräfte eintrafen, riss die Explosion fünf Feuerwehrleute, zwei Polizisten, einen Rettungssanitäter und einen Notarzt mit. Trotz schwerer Verbrennungen und lebensbedrohlicher Verletzungen gelang es ihnen, einander zu retten.
Frank P. wurde später wegen fünffachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht verfügte, dass er mindestens 15 Jahre absitzen muss, bevor eine vorzeitige Entlassung möglich ist – begründet mit seinem extremen Staatshass. Ermittler stellten später fest, dass er wochenlang mit der Leiche seiner Mutter in der Wohnung gelebt hatte, noch nach dem Angriff.
Unter den Überlebenden befand sich ein 25-jähriger Polizist, der monatelang im Krankenhaus lag, davon zwei Monate im Koma. Trotz des Leidensweg kehrte er schließlich in den aktiven Dienst zurück.
Die Landesrettungsmedaille würdigt den Einsatzmut und die Widerstandskraft der Retter. Ihre Verletzungen, für die meisten dauerhaft, hielten sie nicht davon ab, ihre Arbeit fortzusetzen. Die Geschichte wird zudem in der Lokalzeit Düsseldorf des WDR 2 am 7. November 2025 zu sehen sein.






