09 May 2026, 12:11

Mozarts Così fan tutte wird in Wiesbaden zum echten Beziehungsexperiment

Plakat für Mozarts Symphonie Nr. 2 in D-Moll, Op. 63, mit zwei Geigern im Vordergrund und einem Gebäude im Hintergrund, mit der Aufschrift "Orquesta Sinfónica de Tenerife Programa Nº 2".

Mozarts Così fan tutte wird in Wiesbaden zum echten Beziehungsexperiment

Das Staatstheater Wiesbaden inszeniert in dieser Spielzeit eine kühne Neuinterpretation von Mozarts Così fan tutte. Unter der Regie von Marie-Ève Signeyrole wird die Oper als lebendiges Beziehungsexperiment neu erfunden. Das Publikum taucht dabei von der ersten Minute an direkt ins Geschehen ein – und das bereits ab 10 Euro Eintrittspreis.

Die Aufführung bricht mit der Tradition, indem sie nicht auf der Bühne, sondern hinter den Kulissen beginnt und so die übliche Grenze zwischen Darstellern und Zuschauern aufhebt. Zwanzig junge Paare zwischen 18 und 35 Jahren werden Teil der Besetzung und rücken ins Zentrum der Handlung. Vorkenntnisse im Operngesang sind nicht erforderlich – das Theater sucht noch Teilnehmer, die sich auf das Experiment einlassen möchten.

Die Bühne verwandelt sich in eine Kunstschule, in der das Publikum die Rolle von Studierenden in Don Alfonsos berüchtigtem Test übernimmt. Signeyroles Regie zwingt die Zuschauer, die eigenen Gefühle und Reaktionen zu hinterfragen. Da echte Paare mitwirken, wirkt das Geschehen persönlich – und das alles zum kleinen Preis.

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Die Produktion stellt die Opernkonvention auf den Kopf, indem sie das Publikum zum aktiven Teil des Dramas macht. Statt passiver Beobachter werden die Besucher zu Zeugen der sich entfaltenden Beziehungen und Verrate. Dieser immersive Ansatz soll noch lange nach dem letzten Ton zum Nachdenken anregen.

Mit diesem ungewöhnlichen Zugang zu Così fan tutte rückt das Staatstheater Wiesbaden echte Paare ins Rampenlicht der Aufführung. Für nur 10 Euro erleben die Zuschauer Mozarts Komödie aus der Perspektive des Experiments selbst. Die Produktion ist Teil des kommenden Spielplans – die Anmeldung für Interessierte läuft noch.

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