Mieterstrom bekommt Rückenwind: Wie Solarenergie in Mehrfamilienhäusern die Energiewende beschleunigt

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Ein Gebäude mit elektrischen Leuchten, Masten, Namensschildern und Topfpflanzen.Admin User

Mieterstrom bekommt Rückenwind: Wie Solarenergie in Mehrfamilienhäusern die Energiewende beschleunigt

Deutschland hat einen wichtigen Schritt unternommen, um Solarstrom in Mehrfamilienhäusern voranzubringen. Der Bundestag hat kürzlich eine Übergangsregelung verabschiedet, die Planungssicherheit für bestehende Mieterstrommodelle bis Ende 2028 garantiert. Damit soll das enorme Potenzial von Wohngebäuden für die Energiewende im Land erschlossen werden.

Mieterstromprojekte könnten bis zu 20,4 Millionen deutsche Wohnungen mit Solarenergie versorgen. Bei vollständiger Umsetzung ließe sich so eine zusätzliche Solarleistung von rund 60 Gigawatt installieren. Allein Dachsolaranlagen auf Wohngebäuden könnten bis zu 60 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken – das würde das Stromnetz entlasten und den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren.

Aktuell verursacht der Gebäudesektor jährlich etwa 112 Millionen Tonnen CO₂. Weniger als 15 Prozent des Stroms in Haushalten stammen aus erneuerbaren Energien – hier besteht erheblicher Nachholbedarf. Bisher fehlte es an klaren, bundesweiten Standards, die den Ausbau von Mieterstrommodellen vorantreiben. Die Bundesregierung hat daher gemeinsam mit Verbänden wie dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und dem Deutschen Mieterbund (DMB) auf die Änderungen hingearbeitet. Die Maßnahmen sind Teil des überarbeiteten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für 2023/2024. Standardisierte Abläufe und klare technische Vorgaben sollen nun einen Markt schaffen, in dem sich Mieterstrom schnell ausweiten lässt.

Mehrfamilienhäuser bieten eine ideale Plattform, um verschiedene Technologien zu kombinieren. Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos und Batteriespeicher lassen sich effizienter nutzen, wenn sie mit Solarstrom vor Ort gekoppelt werden. Spezialisierte Dienstleister können die Komplexität des Marktes bewältigen – Mieterstrom zählt damit zu den schnellsten Wegen, um die dezentrale Energieversorgung auszubauen.

Die neue Übergangsregelung sichert bestehende Mieterstromprojekte bis 2028 ab. Mit klareren Vorschriften kann die Branche nun eine bisher kaum genutzte Ressource erschließen. Das könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, Deutschlands Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen.

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