Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit öffentlicher Feier
Steve HeckerMeerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit öffentlicher Feier
Öffentliche Gedenkfeier zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht in Meerbusch
Am 9. November 2025 findet in Meerbusch eine öffentliche Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Die Feier beginnt um 18:00 Uhr am Mahnmal auf der Kemperallee in Lank-Latum und würdigt die Opfer der gewaltsamen Pogrome, die 1938 in ganz Deutschland stattfanden. Anwohner sind eingeladen, über die Bedeutung von Toleranz und Menschlichkeit nachzudenken.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden jüdische Gemeinden in Deutschland Opfer flächendeckender Gewalt während der Reichspogromnacht. Synagogen, Geschäfte und kulturelle Stätten wurden zerstört, unzählige Menschen belästigt, misshandelt oder ermordet. Die Gräueltaten hinterließen tiefe Narben in der Geschichte.
Ein von dem Künstler Christoph Willemsen Wiegmann gestaltetes Mahnmal erinnert seit 2003 in Lank-Latum an die Betroffenen. Weitere Stolpersteine in Osterath und Lank-Latum dienen als stille Mahnungen an die verlorenen Leben.
Die diesjährige Gedenkfeier wird durch Beiträge von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Lank sowie der Musikpädagogin Christiane Karagaschki bereichert. Bürgermeister Christian Bommers hält die Gedenkrede und unterstreicht damit den Aufruf zu Einheit und Erinnerung.
Die Veranstaltung möchte alle Bürgerinnen und Bürger von Meerbusch einbeziehen, um der Opfer der Reichspogromnacht zu gedenken. Durch das gemeinsame Gedenken am Mahnmal ehren die Teilnehmenden die Vergangenheit und bekräftigen ihr Bekenntnis zu Mitmenschlichkeit und Respekt. Die Feier betont, wie wichtig es ist, das historische Gedächtnis für kommende Generationen zu bewahren.






