10 May 2026, 06:12

Massive Proteste gegen Merz' umstrittene Äußerungen zu Migration und Großstädten

Eine Gruppe von Menschen geht eine Straße entlang und hält ein lilafarbenes Banner mit der Aufschrift 'feminist sokokta' hoch, mit Bäumen und Laternenmasten an der Straße und einem Gebäude im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Rund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Massive Proteste gegen Merz' umstrittene Äußerungen zu Migration und Großstädten

Wochenende der Proteste: Tausende in Köln und Münster gegen Merz’ umstrittene Äußerungen zu Städten und Migration

In Köln und Münster ist es am Wochenende zu Demonstrationen gekommen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz mit provokanten Aussagen über deutsche Großstädte für Aufsehen gesorgt hatte. Rund 2.400 Menschen versammelten sich in beiden Städten, um gegen seine als spaltend und hetzerisch kritisierten Aussagen zu protestieren. Organisiert wurden die Kundgebungen von lokalen Aktivistengruppen und politischen Akteuren.

Auslöser der Proteste waren Merz’ Äußerungen, wonach Probleme in urbanen Räumen mit Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltstitel, Arbeitslosen und Personen in Verbindung stünden, die gegen deutsche Gesetze verstoßen. Zuvor hatte er behauptet, die Regierung korrigiere frühere Fehler in der Migrationspolitik, indem sie Abschiebungen in Städten erleichtere. Auf Kritik reagierte Merz mit dem Hinweis, seine Gegner sollten „ihre Töchter fragen, was er gemeint haben könnte“.

In Köln zogen etwa 1.000 Demonstranten unter dem Motto „Wir sind die Töchter: Köln für eine feministische und vielfältige Stadt!“ durch die Innenstadt. Mitveranstalter waren unter anderem Fridays for Future und das Bündnis Zusammen gegen Rechts. Lilith Rein, eine der Organisatorinnen, warf Merz vor, Sicherheitsbedenken von Frauen instrumentalisieren zu wollen, um ausgrenzende Politik zu betreiben.

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In Münster beteiligten sich rund 1.400 Menschen an einer Kundgebung des Bündnisses Keinen Meter den Nazis. Carsten Peters, Stadtrat der Grünen, bezeichnete Merz’ Aussagen als rassistisch. David Sperling, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Münster, hingegen nannte den Aufruf zur Demonstration verleumderisch und überzogen.

Die Proteste zeigen, wie tief die Gesellschaft in der Frage von Migration und Stadtpolitik gespalten ist. Die Veranstalter in beiden Städten präsentierten ihre Aktionen als Verteidigung von Vielfalt und Zusammenhalt. Merz’ Äußerungen sorgen weiterhin für kontroverse Debatten – quer durch politische Lager und gesellschaftliche Gruppen.

Quelle