04 April 2026, 14:15

Lesung in Lünen: Warum Femizide kein Einzelschicksal sind

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Zelt mit der Aufschrift "Das Licht ist stärker als die Dunkelheit", umgeben von Blumen, Kerzen und anderen Gedenkgegenständen, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

Lesung in Lünen: Warum Femizide kein Einzelschicksal sind

Öffentliche Lesung in Lünen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Am 25. November 2025 findet in Lünen eine öffentliche Lesung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Die Veranstaltung, organisiert vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten, präsentiert die Journalistin Julia Cruschwitz, die aus ihrem Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" lesen wird. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Lünen wird jedoch gebeten.

Beginn ist um 17:00 Uhr im Treffpunkt Persiluhr der Stadtbibliothek Lünen in der Gartenstraße 4. Cruschwitz wird Passagen aus ihrem Werk vorstellen, das untersucht, wie gesellschaftliche Einstellungen und systemische Versäumnisse dazu beitragen, dass Femizide übersehen oder verharmlost werden. Ihre Recherchen zeigen, dass allein 2023 in Deutschland 360 Frauen ermordet wurden – 68,6 Prozent dieser Taten standen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.

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Seit 2023 belegen Cruschwitz' Erkenntnisse, dass 408 Frauen durch Partnerschaftsgewalt ums Leben kamen. Das Buch argumentiert zudem, dass diese Verbrechen oft in machtbasierten Geschlechterstrukturen verwurzelt sind. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, mit der Autorin über die Thematik zu diskutieren.

Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem und keine Privatsache sei. Veranstalter sind das Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten, die Volkshochschule Lünen sowie die Stadtbibliothek Lünen.

Ziel der Lesung ist es, das Bewusstsein für Femizide und ihre gesellschaftlichen Ursachen zu schärfen. Die Organisator:innen laden alle Bürger:innen ein, teilzunehmen, sich an der Diskussion zu beteiligen und über die anhaltenden Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt nachzudenken. Anmeldungen sind über die Volkshochschule Lünen möglich.

Quelle