17 June 2026, 18:09

Kushners Luxusresort bedroht Europas ersten Wildfluss-Nationalpark in Albanien

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Kushners Luxusresort bedroht Europas ersten Wildfluss-Nationalpark in Albanien

Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, steht selten im globalen Rampenlicht. Doch das Vjosa-Narta-Delta, ein Refugium für seltene Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten, schrieb 2023 Geschichte: Es wurde als Europas erster Nationalpark für Wildflüsse ausgewiesen. Nun gerät das Gebiet wegen eines geplanten Milliardärs-Resorts in die Schlagzeilen – verbunden mit dem Namen Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

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Erst im vergangenen Jahr erhielt das Vjosa-Narta-Delta seinen Schutzstatus, um die einzigartige Tierwelt zu bewahren. Dennoch plant Kushners Investmentfirma Affinity Partners den Bau eines Luxusressorts auf einer Insel in der Region. Das Projekt gewann an Fahrt, nachdem Ministerpräsident Edi Rama einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ verlieh – und es damit von den üblichen Umweltprüfungen befreite.

Der Widerstand gegen das Vorhaben wächst: Bei Protesten unter dem Motto „Flamingo-Revolution“ schwenkten Demonstranten pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte. Rama konterte mit dem Vorwurf, der Iran schüre die Unruhen, und behauptete, Teheran stecke hinter Cyberangriffen. Albanien, ein säkularer Staat mit muslimischer Mehrheit, ist NATO-Mitglied und EU-Beitrittskandidat, wird von der Union jedoch wegen Korruption und schwacher Rechtsstaatlichkeit kritisiert.

Das Land ist zudem Zufluchtsort für Tausende Mitglieder der Volksmudschaheddin (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die aus dem Irak umgesiedelt wurde. Affinity Partners, Kushners Firma, wurde ursprünglich gegründet, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten zu stärken – was dem Projekt eine weitere geopolitische Dimension verleiht.

Die Pläne für das Resort haben in Albanien eine hitzige Debatte über Umwelt und Politik entfacht. Die Entscheidung der Regierung, auf Prüfverfahren zu verzichten, verschärft die Sorgen um die Zukunft des Deltas. Während die Proteste anhalten, bleibt das Projekt ein Zankapfel zwischen Entwicklungsinteressen und Naturschutz.

Quelle