25 May 2026, 04:11

Krefelds stilles Netzwerk: Wie ein Drogenhilfezentrum Leben stabilisiert

Mittel für die Einrichtung von Caritas Krefelds "Centspende" in der Drogenhilfestation

Krefelds stilles Netzwerk: Wie ein Drogenhilfezentrum Leben stabilisiert

Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld leistet weiter unverzichtbare, aber oft übersehene Arbeit mit einigen der verwundbarsten Menschen der Stadt. Die von Caritas und Diakonie betriebene Einrichtung unterstützt Menschen, die mit schwerer Sucht und Obdachlosigkeit kämpfen. Kürzlich hat eine Spende des Personalrats der Stadt Meerbusch die Aufmerksamkeit auf dieses Engagement gelenkt.

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Das Zentrum betreut zwischen 50 und 80 Stammgäste, viele von ihnen abhängig von harten Drogen und ohne festen Wohnsitz. Es bietet mehr als nur medizinische Hilfe – hier können Menschen duschen, Wäsche waschen, eine warme Mahlzeit einnehmen oder einfach in einem geschützten Raum ins Gespräch kommen. Ein überwachter Konsumraum, betreut von Rettungskräften, sorgt für Sicherheit und entlastet gleichzeitig den öffentlichen Raum von offenem Drogenkonsum.

Seit 2003 ist das „Medi-Mobil“ eine weitere wichtige Stütze: Einmal wöchentlich bietet es obdachlosen Menschen medizinische Versorgung an. Vier ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte begleiten die Touren und besuchen zu festen Zeiten bestimmte Standorte, um Vertrauen aufzubauen. Ihre regelmäßige Präsenz erreicht auch diejenigen, die sonst kaum Hilfe suchen würden.

Jasmin Sprünken, die Leiterin des Zentrums, bedankte sich beim Personalrat Meerbusch für die „Centspende“-Spende. Michael Marschall, Vorsitzender des Gremiums, betonte, wie wichtig es sei, diese Arbeit sichtbarer zu machen. Allzu oft, so Marschall, wende die Gesellschaft den Blick von den harten Realitäten von Sucht und Obdachlosigkeit ab.

Die Spende fließt in den täglichen Betrieb der Einrichtung – von der Bereitstellung grundlegender Versorgungsgüter bis hin zur Aufrechterhaltung der medizinischen Straßenhilfe. Mit laufenden Projekten wie dem „Medi-Mobil“ und den betreuten Konsumräumen will das Team weiterhin Stabilität für Menschen bieten, die wenig davon haben. Ihre Arbeit bleibt essenziell – auch wenn sie selten Schlagzeilen macht.

Quelle