Krankenhäuser protestieren bundesweit gegen drohende Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen
Steve HeckerKrankenhäuser protestieren bundesweit gegen drohende Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen
Krankenhäuser in ganz Deutschland protestieren gegen geplante Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen
Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ haben Kliniken bundesweit gegen die geplanten Einschnitte im Gesundheitsbereich demonstriert. Die Aktionen machten auf die prekäre finanzielle Lage gemeinnütziger Krankenhäuser aufmerksam, von denen viele bereits ohne öffentliche Förderung oder Rücklagen arbeiten.
Im Rahmen der Proteste verengten mehrere Häuser des GFO-Verbunds, darunter die GFO-Kliniken Rhein-Berg, vorübergehend ihre Haupteingänge. Patienten und Besucher mussten Umwege in Kauf nehmen – ein Symbol für drohende Versorgungslücken, sollten die Kürzungen im Rahmen des Sparpakets der gesetzlichen Krankenversicherung umgesetzt werden.
Aktuell schreiben rund 80 Prozent der Krankenhäuser rote Zahlen, etwa ein Drittel steht vor der Insolvenz. Die GFO-Kliniken Rhein-Berg beteiligten sich an den Protesten, um auf die Risiken weiterer finanzieller Belastungen hinzuweisen. Die Klinikgruppe befürwortet zwar eine Reform des Krankenhauswesens, besteht aber auf verlässliche und ausreichende Finanzierung, um einen Kollaps zu verhindern.
Die Demonstrationen unterstützten zudem die Petition „Lichter aus im Krankenhaus“, die eine faire und nachhaltige Finanzierung der Kliniken fordert. Besonders gemeinnützige Häuser warnen: Ohne bessere Ausstattung leide unvermeidlich die Patientenversorgung.
Ziel der Proteste war es, die Finanzkrise im deutschen Gesundheitswesen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Aktivisten hoffen, dass ihre Aktionen zu einer Überarbeitung der geplanten Sparmaßnahmen führen. Ohne Gegensteuer könnten viele Krankenhäuser bald um ihre Existenz kämpfen.






