Komplexe Sprache in Pitches bringt Start-ups mehr Investitionen – Studie enthüllt den Trick
Folker RoggeKomplexe Sprache in Pitches bringt Start-ups mehr Investitionen – Studie enthüllt den Trick
Eine deutsche Studie zeigt: Gründer von Start-ups, die in ihren Pitches eine komplexere Sprache verwenden, haben bessere Chancen, Investitionen zu sichern. Die in Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlichte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass eine höhere sprachliche Komplexität mit einer um 7,25 Prozent gesteigerten Finanzierung einhergeht – was im Schnitt etwa 125.000 US-Dollar entspricht.
Forscher der TU Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München führten die Studie durch. Sie fanden heraus, dass kognitive Komplexität – etwa durch differenzierte Argumentation und Nuancen – Gründer in den Augen von Investoren kompetenter und glaubwürdiger wirken lässt.
Die Ergebnisse decken sich mit Praxisbeispielen wie dem des Fintech-Unternehmens N26. Investoren schätzen Gründer, die kritisch denken und mit Komplexität umgehen können. Allerdings warnt die Studie auch davor, dass eine zu komplexe Sprache potenzielle Geldgeber verwirren oder verunsichern könnte.
Die Untersuchung belegt einen klaren finanziellen Vorteil für Gründer, die Komplexität mit Klarheit verbinden. Eine Steigerung der Finanzierung um 7,25 Prozent unterstreicht den Nutzen einer differenzierten Kommunikation. Die Studie liefert damit praktische Erkenntnisse für Unternehmer, die ihre Pitches vorbereiten.






