Köln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Aktivitätsflächen"
Zenon PechelKöln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Aktivitätsflächen"
In Köln ist eine Debatte über Pläne entbrannt, Spielplätze in „Spiel- und Aktivitätsflächen“ umzubenennen. Der Vorschlag hat eine breite Diskussion ausgelöst, wobei sich Bürgermeisterin Henriette Reker öffentlich gegen die Änderung stellt. Sie bezeichnet das Thema mittlerweile als unnötig und hat sich nun in die Diskussion eingeschaltet, um die Pläne infrage zu stellen.
Die Idee, die Schilder zu aktualisieren, war bereits vor zwei Jahren beschlossen worden. Der Jugendwohlfahrtsausschuss hatte damals einstimmig für die Umbenennung gestimmt. Vertreter der Stadt argumentieren, der Begriff „Spielplatz“ suggeriere, dass Jugendliche dort nicht willkommen seien – eine Haltung, die sie für überholt halten.
Trotz der früheren Entscheidung hat das Thema nun neue Aufmerksamkeit erhalten. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Debatte beteiligt und vertreten dabei teils kontroverse Positionen. Der Stadtrat wird die Angelegenheit auf seiner Sitzung am 4. September erneut beraten.
Der Website-Redakteur Kristof Kien hat die Umbenennung scharf kritisiert. Er fordert Bürgermeisterin Reker auf, den Plan komplett zu blockieren, und erhöht damit den Druck auf die Stadtspitze. Die endgültige Entscheidung des Rates steht Anfang September an. Falls der Beschluss fällt, könnten die neuen Schilder bald in ganz Köln zu sehen sein. Die Ablehnung der Bürgermeisterin und die öffentliche Reaktion könnten das Ergebnis jedoch noch beeinflussen.
