Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen – Deal steht kurz vor Abschluss
Nadeshda SölzerKlesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen – Deal steht kurz vor Abschluss
Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Der Deal, der von der Kanzlei Clifford Chance beraten wurde, markiert eine bedeutende Expansion für den Industriekonzern. Bevor die Übernahme abgeschlossen werden kann, stehen jedoch noch regulatorische Genehmigungen aus.
Die Raffinerie in Gelsenkirchen zählt zu den größten integrierten Raffinerie- und Petrochemie-Standorten Europas. Sie verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und ist der zweitgrößte Ethylen-Produzent Deutschlands. In dem Werk sind etwa 2.300 Mitarbeiter beschäftigt; es stellt Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl und über 50 weitere Produkte her – vor allem für die chemische Industrie.
Die Klesch Group, 1990 gegründet, betreibt bereits Raffinerien in Heide (Deutschland) und Kalundborg (Dänemark). Das Unternehmen beschäftigt an seinen bestehenden Standorten rund 1.000 Mitarbeiter. Sollte die Übernahme in Gelsenkirchen genehmigt werden, würde sich die Raffineriekapazität des Konzerns deutlich erhöhen.
Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, sofern die zuständigen Behörden die notwendigen Freigaben erteilen.
Nach der Finalisierung wird die Übernahme eine der größten deutschen Raffinerien in das Portfolio der Klesch Group aufnehmen. Der Standort Gelsenkirchen wird dann das dritte Raffineriewerk des Unternehmens – neben Heide und Kalundborg. Zudem würde die Belegschaft um mehr als 2.000 Mitarbeiter wachsen.






