Interreligiöser Dialog in Aachen: 300 Gäste suchen Antworten für Europas Zukunft
Steve HeckerInterreligiöser Dialog in Aachen: 300 Gäste suchen Antworten für Europas Zukunft
Interreligiöser Dialog bringt fast 300 Menschen in Aachens historischem Krönungssaal zusammen
Am 30. Oktober 2025 versammelte ein interreligiöser Dialog im historischen Krönungssaal von Aachen nahezu 300 Teilnehmer. Die von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen organisierte Veranstaltung widmete sich der Frage, welche Rolle Religion für ein friedliches Zusammenleben in Europa spielt. Prominente Religionsvertreter diskutierten über gemeinsame Werte und demokratische Grundsätze.
An der Begegnung nahmen der Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx sowie der islamische Theologe Mouhanad Khorchide teil. Alle Redner betonten die Bedeutung von gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit zwischen den Glaubensgemeinschaften. Goldschmidt verwies dabei auf die gemeinsamen demokratischen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam.
Khorchide hob die geteilten ethischen Prinzipien von Nächstenliebe und Harmonie hervor, während Marx vor einer Instrumentalisierung von Religion zur Spaltung warnte. Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund anhaltender politischer Debatten über den Platz von Glauben und liberaler Demokratie in Europa statt.
Wegen des großen Interesses richteten die Organisatoren zusätzliche Sitzplätze ein. Der Sender Studios NRW übertrug die Gespräche, deren Aufzeichnungen bis zum 30. Oktober 2027 online abrufbar sind.
Der Dialog unterstrich das Potenzial von Religion, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa zu stärken. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit einem vertieften Verständnis dafür, wie gemeinsame Werte Unterschiede überbrücken können. Die aufgezeichneten Diskussionen bleiben zwei Jahre lang zugänglich und erweitern so die Reichweite der Begegnung über den Saal hinaus.






