07 June 2026, 16:08

IG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche – wer soll zahlen?

IG BCE fordert Spitzensteuersatz nur über 100.000 Euro

IG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche – wer soll zahlen?

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat eine Reihe von Steuererhöhungen vorgeschlagen, die sich gezielt gegen die Superreichen richten. Sein Plan umfasst höhere Erbschaftssteuern, eine Vermögensabgabe sowie Anpassungen beim Spitzensteuersatz. Ziel ist es, dringend benötigte Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vassiliadis möchte den Spitzensteuersatz um zwei bis drei Prozentpunkte auf derzeit 42 Prozent anheben. Zudem schlägt er vor, die Grenze für diesen Steuersatz auf etwa 100.000 Euro anzuheben. Dadurch würden zwar mehr Menschen den höheren Satz zahlen – allerdings nur auf Einkommensteile, die über diesem Betrag liegen.

Zusätzlich ist eine Vermögenssteuer für Personen mit Einkünften von über 200.000 Euro im Gespräch. Der Gewerkschaftschef argumentiert, dass die Vermögendsten einen größeren Beitrag zu öffentlichen Dienstleistungen und der nationalen Sicherheit leisten sollten. Zwar räumt er Bedenken von Wirtschaftsvertretern ein, wonach die Besteuerung von Betriebsvermögen problematisch sein könnte, betont jedoch, dass höhere Erbschaftssteuern die Wirtschaftstätigkeit nicht beeinträchtigen würden.

Laut Vassiliadis profitieren die Superreichen von einer starken Infrastruktur und einer leistungsfähigen Verteidigung. Er ist überzeugt, dass sie ein Eigeninteresse daran haben, diese Bereiche zu unterstützen, um langfristig wirtschaftliche Erfolge zu sichern.

Die Vorschläge sehen höhere Abgaben auf große Erbschaften, Spitzenverdiener und Vermögende vor. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie zusätzliche Mittel für öffentliche Projekte und Militärhaushalte generieren. Vassiliadis betont, dass diese Maßnahmen Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum in Einklang bringen würden.

Quelle