22 March 2026, 20:20

Humboldt Forum feiert Newroz erstmals in Berlin als Fest des Widerstands und der Hoffnung

Eine Straßenszene in einer Stadt mit Gebäuden, Bäumen, Laternen, Verkehrszeichen, Schildern, Zelten und Menschen, die eine Neujahrsfeier mit Feuerwerk am Himmel in Berlin feiern.

Humboldt Forum feiert Newroz erstmals in Berlin als Fest des Widerstands und der Hoffnung

Das Humboldt Forum in Berlin feiert erstmals Newroz – ein Fest mit tiefen Wurzeln in Zentralasien, dem Nahen Osten und darüber hinaus

Das Humboldt Forum in Berlin veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal eine Newroz-Feier, ein Fest, das in über 20 Ländern von rund 300 Millionen Menschen gefeiert wird. Besonders in Afghanistan und im Iran wird das Fest jedoch unterdrückt und ist unter den aktuellen Regimen verboten. Das diesjährige Programm hebt die kulturelle Bedeutung von Newroz hervor und thematisiert gleichzeitig die Kämpfe der Gemeinschaften, die es trotz widriger Umstände weiter feiern.

Newroz, auch bekannt als Nowruz, markiert das persische Neujahrsfest und wird seit über 3.000 Jahren begangen. Mit Ursprüngen im Zoroastrismus ist es bis heute das wichtigste Fest im Iran – und zugleich ein Symbol des Widerstands gegen fast fünf Jahrzehnte staatlicher Repression. In Afghanistan führte die Ablehnung der Taliban gegenüber den vorislamischen Wurzeln des Festes zu Verboten, sowohl während ihrer Herrschaft von 1996 bis 2001 als auch erneut seit 2021. Dennoch halten Gemeinschaften an den Traditionen fest: Sie lassen Drachen steigen, bemalen Eier, tanzen zu traditioneller Musik und hören sowohl klassische Stücke als auch kurdischen Rock.

Erstmals in Berlin: Newroz als Teil des Jahresmottos Beziehungen: Familie Das Humboldt Forum bringt Newroz nun nach Berlin und integriert es in sein diesjähriges Thema Beziehungen: Familie. Sieben lokale Vereine präsentieren gemeinsam Bräuche aus der kurdischen, zentralasiatischen, usbekischen, iranischen und afghanischen Kultur. Auch das Haus der Kulturen der Welt beteiligt sich – unter der Leitung der Kuratorin Ava Irandoost liegt der Fokus auf persischer Kultur und Künstlerinnen.

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Ein Höhepunkt des Programms ist die Podiumsdiskussion Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven. Die Veranstaltung untersucht, wie das Fest für Menschen unter Repression sowohl kulturelle Verankerung als auch Akt des Widerstands bedeutet. Die Organisator:innen betonen die Aktualität des Themas, da viele Familien in ihren Herkunftsländern mit Unsicherheit, Vertreibung oder politischen Restriktionen konfrontiert sind.

Ein sicherer Raum für verbotene Traditionen Die Berliner Feierlichkeiten bieten einen seltenen öffentlichen Rahmen für Newroz-Bräuche, die in Ländern wie Afghanistan und dem Iran verboten sind. Durch eine Mischung aus kulturellen Darbietungen, Diskussionen und Familienaktivitäten soll das Fest in seiner Tradition bewahrt werden – und gleichzeitig die Herausforderungen gewürdigt werden, denen sich diejenigen stellen, die es am Leben erhalten. Die Veranstaltung ist Teil eines größeren Vorhabens, diverse Gemeinschaften durch geteilte Traditionen zu verbinden.

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