26 April 2026, 06:13

Hamm plant Europas modernstes Güterverkehrsterminal auf altem Rangierbahnhofgelände

Güterzug fährt auf Schienen neben einer Stadtlandschaft mit Strommasten, Kabeln, Gebäuden, Bäumen, Gras und einem bewölkten Himmel.

Hamm plant Europas modernstes Güterverkehrsterminal auf altem Rangierbahnhofgelände

Hamm will sein ehemaliges Rangierbahnhofgelände in ein modernstes Güterverkehrsterminal verwandeln. Die Stadt hat sich dafür mit der METRANS Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der HHLA, zusammengetan, um das Projekt voranzutreiben. Nach Angaben der Verantwortlichen soll der Schritt neue wirtschaftliche Chancen eröffnen und nachhaltige Transportverbindungen in ganz Europa stärken.

Die Agentur für nachhaltige Güterverkehrsentwicklung (EANG) in Hamm bekommt bald einen neuen Gesellschafter. METRANS, Teil der Schienensparte der HHLA, plant, einen 27-Prozent-Anteil an der Agentur zu erwerben. Diese Investition ist ein entscheidender Schritt für die Umsetzung des Projekts Multi Hub Westfalen, das die Modernisierung der Logistik in der Region vorantreiben soll.

Der Stadtrat von Hamm wird über die Gesellschafteränderung in seiner ersten Sitzung am 3. November abstimmen. Bei einer Zustimmung ebnet die Entscheidung den Weg für die Entwicklung des Terminals. Das Gelände, einst ein Rangierbahnhof, soll nun zu einem hochmodernen Trimodal-Knotenpunkt ausgebaut werden, der Schiene, Straße und Wasserwege verbindet.

Die strategisch günstige Lage des Standorts hat großes Interesse geweckt. An der Schnittstelle der europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Transportkorridore gelegen, bietet Hamm direkte Anbindungen an Seehäfen und Binnenwasserstraßen. Die Stadtspitze und METRANS haben bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Gelände zu einem Logistikdrehkreuz mit kontinentweiter Reichweite auszubauen.

Peter Kiss, Geschäftsführer von METRANS, bestätigte das Ziel des Unternehmens, Hamm als westlichen Knotenpunkt in seinem europäischen Netzwerk zu etablieren. Oberbürgermeister Marc Herter zeigte sich ebenfalls zuversichtlich und betonte, dass das Engagement von METRANS nachhaltiges Wachstum fördern und der Stadt neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen werde.

Die nächste Phase des Projekts hängt von der Zustimmung des Stadtrats Anfang November ab. Sobald die Partnerschaft besiegelt ist, wird Hamm zu einem zentralen Knoten im europäischen Güterverkehrssystem aufsteigen. Das modernisierte Terminal soll die Effizienz und Vernetzung von Unternehmen in der gesamten Region verbessern.

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