Grenzüberschreitende Rettungskräfte üben Katastrophenschutz in Gangelt mit spektakulärem Szenario
Steve HeckerGrenzüberschreitende Rettungskräfte üben Katastrophenschutz in Gangelt mit spektakulärem Szenario
Großübung in Gangelt: Grenzüberschreitende Rettungskräfte proben den Ernstfall
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien arbeiteten dabei Hand in Hand, um eine simulierte Katastrophe zu bewältigen. Über 30 Einsatzkräfte und Behörden aus der Euregio-Rhein-Maas nahmen teil – im Fokus stand die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Krisensituationen.
Das Szenario sah einen Massenanfall von Verletzten vor: Ein Gefahrguttransporter, ein Reisebus und mehrere Pkw waren in einen inszenierten Unfall verwickelt. Niederländische Einheiten in Spezialschutzausrüstung sicherten die auslaufenden gefährlichen Stoffe des Lkw.
An der Übung beteiligten sich zwölf internationale Rettungsorganisationen. Aus Deutschland waren eine Einheit des Technischen Hilfswerks (THW) und vier Rettungshundeteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Einsatz. Die Niederlande entsandten ein USAR-Team (Urban Search and Rescue) sowie drei Feuerwehrwehren, während Belgien ein B-Fast-Team und drei Spezialeinheiten stellte. Zu ihren Aufgaben zählten die Bergung eingeklemmter Personen, die medizinische Versorgung, die Brandbekämpfung und die Koordination der Einsatzkräfte.
Drohnen-Teams kartografierten das Gelände aus der Luft, um Schäden zu erfassen und die Bodentrupps zu führen. Die Kreisstraße 13, die als Umgehungsstraße durch Gangelt führt, war für die Dauer der Übung gesperrt und wurde am späten Samstagabend wieder freigegeben.
Die Übung testete, wie gut die Teams trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme zusammenarbeiten können. Die Organisatoren bestätigten im Anschluss, dass die Ziele erreicht wurden: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit habe sich als effektiv erwiesen.
Die Simulation zeigte eine starke Teamleistung der deutschen, niederländischen und belgischen Rettungskräfte. Die Einsatzdienste bewältigten erfolgreich ein komplexes Szenario mit Gefahrgutaustritt, Rettungsmaßnahmen und medizinischer Versorgung. Die Straßensperrung endete wie geplant, und der Verkehr normalisierte sich bis Samstagabend wieder.






