03 April 2026, 04:12

Frauenpfahl in Konstanz: Wo mittelalterliche Grausamkeit im Bodensee versank

Ein Friedhof mit einem Kreuz in der Mitte eines Sees, umgeben von Bäumen und Grabsteinen, vor einem klaren Himmel.

Frauenpfahl in Konstanz: Wo mittelalterliche Grausamkeit im Bodensee versank

Der Frauenpfahl in Konstanz – ein düsteres Mahnmal mittelalterlicher Justiz

Der Frauenpfahl in Konstanz ist ein beklemmendes Zeugnis mittelalterlicher Rechtsordnung. Dieses Denkmal markiert den Ort, an dem Frauen, die des Diebstahls oder Ehebruchs beschuldigt wurden, im Bodensee ertränkt wurden. Nun bringt eine Abendführung zur Halloween-Zeit seine düstere Geschichte wieder zum Leben.

Der Frauenpfahl – auch "Frauenpfahl" oder "Weiberpfahl" genannt – war einst Symbol grausamer Bestrafung. Verurteilte Frauen wurden in Säcke eingenäht und in den See geworfen. Einige Berichte erzählen sogar, dass man ihnen vor der Hinrichtung Tiere wie Katzen oder Schlangen in die Säcke steckte.

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Am 9. November 1532 fand hier die Diebin Apollonia ihr Ende. Eine andere Legende erzählt von einer Frau, die versuchte, mit ihrem Baby über den See zu schwimmen. Als das Kind ertrank, läuteten die Glocken des Klosters Reichenau, und der Seeabschnitt erhielt den Namen Gnadensee.

Heute dient der Ort als Mahnmal für die Verfolgung von Frauen und marginalisierten Gruppen. Besonders zu Halloween wird er in kulturellen Veranstaltungen thematisiert, bei denen Besucher seine Geschichte erkunden. Wer an den Abendführungen teilnimmt, sollte warme Kleidung und eine Taschenlampe mitbringen.

In der Nähe locken der Konstanzer Münster und die Blumeninsel Mainau mit familienfreundlicheren Attraktionen während der Halloween-Saison.

Der Frauenpfahl bleibt ein zentraler historischer Ort in Konstanz, der Besucher anzieht, die seine düstere Vergangenheit verstehen möchten. Seine Rolle in der mittelalterlichen Justiz und später als Gedenkstätte sorgt dafür, dass er – besonders zu Halloween – nicht in Vergessenheit gerät. Die Führungen bieten die Gelegenheit, über die Verfolgung von Frauen nachzudenken, während die Region auch leichtere Freizeitangebote bereithält.

Quelle