Essener Politik-Ikone Hanslothar Kranz mit 90 Jahren gestorben
Hanslothar Kranz, engagierter Essener Kommunalpolitiker, mit 90 Jahren verstorben
Hanslothar Kranz, ein über Jahrzehnte hinweg engagierter Lokalpolitiker aus Essen, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Seine politische Laufbahn umfasste mehr als vier Jahrzehnte und hinterlässt tiefe Spuren in der Stadtverwaltung und im Gemeinschaftsleben. Sowohl Führungspersönlichkeiten als auch Bürger würdigen sein Wirken als prägend für die Entwicklung Essens.
Geboren 1935 in Duisburg, begann Kranz seine politische Karriere 1969 mit dem Einzug in den Essener Stadtrat. 45 Jahre lang blieb er aktives Mitglied – bis zu seinem Ausscheiden 2014. In dieser Zeit übernahm er zentrale Funktionen, darunter den Vorsitz im Bau- und Verkehrsausschuss, wo er maßgeblich die Infrastruktur und Stadtentwicklung mitgestaltete.
Von 1975 bis 2009 stand er als Bezirksbürgermeister an der Spitze des Bezirks IX und vertrat die Stadtteile Werden, Kettwig und Bredeney. Sein Engagement reichte jedoch weit über die Politik hinaus: Er setzte sich für kulturelle Vereine und Sportgruppen ein, förderte den sozialen Zusammenhalt und machte sich besonders für die Rechte von Menschen mit Behinderungen stark. Auch nach seinem offiziellen Rückzug blieb er dem Rat als sachkundiger Bürger verbunden.
Für seine Verdienste wurde Kranz mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet – eine Würdigung seines herausragenden Einsatzes. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete ihn als eine "herausragende Persönlichkeit", die Essen mit großer Hingabe und Leidenschaft gedient habe.
Mit Kranz' Tod endet eine Ära der Essener Kommunalpolitik. Sein jahrzehntelanges Wirken als Politiker, Fürsprecher und Führungspersönlichkeit hat der Stadt ein bleibendes Erbe hinterlassen. Die Gemeinschaft trauert um einen Mann, der Generationen geprägt und die Entwicklung Essens entscheidend mitgeformt hat.






