24 March 2026, 14:12

Essen setzt auf Bierdeckel-Diskussionen für Olympia-Bewerbung 2036

Buch mit dem Titel "Olympische Übersicht Offizielle Veröffentlichung der Olympischen Bewegung" mit einer Stadtansicht auf dem Cover, das auf einer flachen Oberfläche liegt.

Essen setzt auf Bierdeckel-Diskussionen für Olympia-Bewerbung 2036

Essen hat eine neue Methode eingeführt, um Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion über die Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele 2036 einzubinden. Unter dem Namen Pottdeckel (oder Ruhr-Coaster) nutzt die Initiative Bierdeckel in lokalen Kneipen und Restaurants, um Gespräche anzuregen. Das Projekt ist eine gemeinsame Aktion des Bürgerportals unsere Stadt und des Netzwerks der Privatbrauerei Jacob Stauder.

Die Bierdeckel sind mit kurzen Fragen bedruckt, die dazu anregen sollen, über die Chancen der Rhein-Ruhr-Region als Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele zu diskutieren. Die Organisatoren hoffen, dass das lockere Umfeld mehr Einwohner dazu bewegt, ihre Meinung zu äußern.

Die Pottdeckel-Initiative ist Teil von Essens umfassender Kommunikationsstrategie für die Olympiabewerbung. Anders als bei klassischen Bürgerbefragungen wird die Debatte hier in den Alltag verlegt – dorthin, wo Menschen ohnehin zusammenkommen. Jeder Bierdeckel enthält zwei QR-Codes: Einer führt zu einer offiziellen Informationsseite über die Bewerbung, der andere leitet Nutzer zu einer Plattform weiter, auf der sie Feedback geben können.

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Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Ansatz als Möglichkeit, bürgerschaftliches Engagement zugänglicher zu gestalten. Durch die Platzierung der Bierdeckel in ausgewählten Kneipen und Gastronomiebetrieben will die Stadt auch diejenigen erreichen, die sonst weder an offiziellen Veranstaltungen teilnehmen noch behördliche Websites besuchen. Die aufgedruckten Fragen sollen spontane, lockere Gespräche unter den Gästen anregen.

Über die Olympiabewerbung hinaus soll das Pottdeckel-Format später auch auf andere lokale Themen ausgeweitet werden. Ziel ist es, eine dauerhafte und niedrigschwellige Methode zu schaffen, bei der Bürger über kommunale Angelegenheiten diskutieren können. Die Partnerschaft mit der Brauerei sorgt dafür, dass die Bierdeckel in gut besuchten Lokalen auftauchen und so die Sichtbarkeit der Kampagne erhöhen.

Die Pottdeckel-Kampagne verbindet digitale Tools mit einem einfachen physischen Format, um die öffentliche Meinung einzufangen. Bürger können sich nun bei einem Getränk in die Debatte um die Olympiabewerbung einbringen, QR-Codes scannen, um mehr zu erfahren oder ihre Ansichten einzubringen. Die Stadt plant, das über die Initiative gesammelte Feedback in künftige Entscheidungen zur Bewerbung einfließen zu lassen.

Quelle