Empörung über Epstein-Merchandise: Warum Online-Plattformen jetzt handeln müssen
Steve HeckerEmpörung über Epstein-Merchandise: Warum Online-Plattformen jetzt handeln müssen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Online-Verkauf von Kleidung ausgesprochen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel als geschmacklos und forderte ihre Entfernung von den großen Shopping-Plattformen.
Auf Etsy, Vinted, AliExpress und eBay wurden Sweatshirts und T-Shirts entdeckt, die Epstein referenzieren – einige mit seinen Initialen JEE. Ein Design zeigte sogar Epstein und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem roten Herz.
Mouv'Enfants betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein Verbrecher, der für den systematischen Missbrauch von Minderjährigen verantwortlich sei. Die Organisation bezeichnete die Verkäufe als obszön, da sie seine Taten verharmlosten und die Opfer instrumentalisierten. Gründer Arnaud Gallais kritisierte, dass digitale Plattformen solche Angebote nicht ausreichend überwachten.
Als Reaktion kündigten Vinted und eBay an, die Artikel zu entfernen. Vinted erklärte, die Bewerbung von sexualisierter Gewalt verstoße gegen die eigenen Richtlinien. Mouv'Enfants wies jedoch darauf hin, dass der Fall ein größeres Problem der Straflosigkeit auf diesen Plattformen aufzeige.
Die Organisation fordert ein vollständiges Verbot von Epstein-bezogener Ware. Sowohl Vinted als auch eBay haben inzwischen zugesagt, die umstrittene Kleidung zu löschen. Der Fall wirft Fragen auf, wie Online-Marktplätze anstößige Inhalte regulieren.






