05 April 2026, 08:11

Duisburger Hafen-Mitarbeiter fordern Tarifvertrag nach jahrelanger Ungerechtigkeit

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der mit einer anderen Person vor einer Berg- und Baumkulisse steht, mit dem Text: "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Duisburger Hafen-Mitarbeiter fordern Tarifvertrag nach jahrelanger Ungerechtigkeit

Beschäftigte der Duisburger Hafen AG kämpfen für Tarifvertrag nach Jahren der Frustration über Löhne und Arbeitsbedingungen

Eine aktuelle Umfrage der Gewerkschaft Verdi zeigt, dass 95 Prozent der Belegschaft die Forderung nach einem Tarifvertrag unterstützen. Doch sowohl die Unternehmensführung als auch lokale Politiker bleiben in der Frage gespalten.

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Die Mitarbeiter kritisieren seit Langem ungerechte Löhne, ausbleibende Weihnachtsgeldzahlungen und intransparente Gehaltsstrukturen. Viele bemängeln zudem unvorhersehbare Schichtpläne, die oft kurzfristig bekannt gegeben werden. Im Vergleich zu anderen deutschen Häfen wie Wilhelmshaven sind die Löhne in Duisburg spürbar niedriger.

Unternehmenschef Markus Bangen lehnt Verdi-Forderungen nach Tarifverhandlungen kategorisch ab. Gleichzeitig steht der Betriebsrat in der Kritik, weil er aus Sicht der Belegschaft zu wenig Rückhalt bietet. Auch Oberbürgermeister Sören Link, der künftig möglicherweise gegen den Ministerpräsidenten des Landes antreten wird, verweigert seine Unterstützung für die Arbeiterforderungen.

Auf Bundesebene spricht sich SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas für Tarifverträge als zentrales Element der sozialen Marktwirtschaft aus. Dagegen fordert Mahmut Mirze Edis von der Linken, dass Land und Stadt ihren Einfluss im Aufsichtsrat nutzen sollen, um Druck auf das Unternehmen auszuüben. Bisher zeigen jedoch weder die Landesregierung noch die Stadtverwaltung Bereitschaft, einzugreifen.

Der Konflikt lässt die Beschäftigten ohne klare Verhandlungsmöglichkeiten zurück. Zwar bleibt die gewerkschaftliche Unterstützung stark, doch die Ablehnung des Unternehmens und die politische Zurückhaltung blockieren Fortschritte. Der Kampf um faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen im Duisburger Hafen geht vorerst ohne Lösung weiter.

Quelle