11 April 2026, 00:13

Castor-Transporte in NRW: Polizei warnt vor unkalkulierbaren Risiken und Protesten

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Behälter mit einem radioaktiven Symbol, während eine maskierte Menge Taschen hält, vor Gebäuden, Flaggen und einem bewölkten Himmel.

Castor-Transporte in NRW: Polizei warnt vor unkalkulierbaren Risiken und Protesten

Pläne für Atomtransporte in Nordrhein-Westfalen sorgen für Sicherheits- und Logistikbedenken

Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, fordert dringend Klarheit darüber, wie die geplanten Castor-Transporte ablaufen sollen. Unter den aktuellen Bedingungen sei ein Vorankommen nicht zu verantworten, warnt er. Bereits jetzt laufen am Polizeipäsidium Münster Vorbereitungen für die Transportbegleitung – doch Schlüter zweifelt, dass es im November tatsächlich zu Lieferungen kommen wird. Angesichts der bestehenden Herausforderungen rechnet er zudem mit einem großen Polizeiaufgebot, sobald die Transporte starten, da mit Protesten von links zu rechnen ist.

Besonders belastet sind die Transportrouten, vor allem Brücken auf der Strecke zwischen Jülich und Ahaus. Alternativen gibt es kaum, was die Sorge schürt, dass Gegner diese Schwachstellen ausnutzen könnten. Bei früheren Transporten durften Beamte sich nicht länger in der Nähe der Behälter aufhalten und waren vom direkten Begleitschutz der Container ausgeschlossen.

Bevor es zu Bewegungen kommt, muss ein neuer Arbeits- und Strahlenschutzplan finalisiert werden. Schlüter betont: Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen seien die Risiken für Personal und Infrastruktur inakzeptabel hoch.

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Die Warnungen der Polizeigewerkschaft unterstreichen die logistischen und sicherheitstechnischen Hürden, vor denen die Castor-Transporte stehen. Ein abschließender Sicherheitsplan ist nun unverzichtbar, bevor über Lieferungen nachgedacht werden kann. Ohne ihn scheinen weitere Verzögerungen und Komplikationen unvermeidbar.

Quelle