Bus-Sperrung in Solingen-Ohligs: Warum Senioren gegen die Pläne kämpfen
Nadeshda SölzerBus-Sperrung in Solingen-Ohligs: Warum Senioren gegen die Pläne kämpfen
Streit um Busrouten in Solingen-Ohligs: Ältere Bürger im Fokus der Verkehrsplanung
Ein Streit um Busverbindungen im Solinger Stadtteil Ohligs hat ältere Einwohner in den Mittelpunkt der Verkehrsdebatte gerückt. Die Gruppe Grüne Senioren kritisiert Pläne, die Lennestraße für Busse zu sperren, und warnt, dass eine solche Maßnahme den Alltag vieler Senioren erschweren würde. Sie betonen, dass der öffentliche Nahverkehr für alle zugänglich bleiben müsse – insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen den ÖPNV in Ohligs ausgebaut: Die S-Bahn-Linie S28 verkehrt nun alle 15 Minuten, und neue Buslinien wie die 690 wurden eingeführt. Zwar wurden Pläne für eine Straßenbahn verworfen, doch 2024 startete stattdessen ein Pilotprojekt mit Elektrobussen. Nun fordern drei lokale Vereine eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse – was den Wegfall der Haltestelle Ohligs Markt zur Folge hätte.
Die Grünen Senioren lehnen diesen Vorschlag ab und verweisen darauf, dass ältere Menschen oft mit langen Fußwegen überfordert seien, besonders nach Einkäufen oder bei Bewegungseinschränkungen. Stattdessen unterstützen sie den vorgeschlagenen Ohligs City Ring – einen Kompromiss, der den Busverkehr in der Lennestraße reduziert, aber wichtige Anbindungen ins Stadtzentrum erhält.
Für die Gruppe geht es in der Debatte um mehr als nur Busse. Sie sehen darin einen Teil eines größeren Wandels in der Verkehrspolitik, der die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen müsse. Statt den City Ring aufzugeben, befürworten sie den aktuellen Plan als fairen Mittelweg.
Der Widerstand der Grünen Senioren zeigt, wie Verkehrsänderungen unterschiedliche Altersgruppen auf verschiedene Weise treffen können. Würde die Lennestraße für Busse gesperrt, müssten ältere Einwohner längere Wege zu Ausweichhaltestellen in Kauf nehmen. Die Gruppe besteht darauf, dass jede endgültige Entscheidung sicherstellen muss, dass der ÖPNV für alle praktikabel bleibt.






