Briefwahl in Solingen: Warum die Rücklaufquote bei der Stichwahl deutlich sank
Folker RoggeBriefwahl in Solingen: Warum die Rücklaufquote bei der Stichwahl deutlich sank
Stichwahl in Solingen: Rücklauf der Briefwahlstimmen sinkt im Vergleich zu früheren Jahren
Bei der jüngsten Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging die Rücklaufquote der Briefwahlunterlagen im Vergleich zu früheren Jahren zurück. Das Wahlamt hatte 24.229 Stimmzettel verschickt, doch nur 73,3 Prozent wurden zurückgesandt – ein Rückgang gegenüber den 81 Prozent, die bei der Stichwahl 2015 verzeichnet worden waren.
Insgesamt wurden 24.229 Briefwahlunterlagen für die Stichwahl vorbereitet. Bis zum Stichtag gingen 16.415 ausgefüllte Stimmzettel ein, während 6.466 wahlberechtigte Bürger ihr Wahlrecht nicht nutzten. Weitere 1.348 Einwohner entschieden sich stattdessen für die Wahl vor Ort.
Die engen postalischen Fristen trugen maßgeblich zur geringeren Rücklaufquote bei. Einige Wähler erhielten ihre Unterlagen nicht rechtzeitig, sodass das Wahlamt Ersatzdokumente ausstellen musste. Dennoch gab etwa ein Viertel der Antragsteller die Stimmzettel nicht zurück.
Das Phänomen beschränkte sich nicht auf Solingen: Auch in Nachbarstädten wie Wuppertal und Remscheid lagen die Rücklaufquoten auf ähnlichem Niveau. Stichwahlen verzeichnen generell eine niedrigere Beteiligung als die Hauptwahlen – so betrug die Rücklaufquote in Solingen 2015 zwar 81 Prozent, doch im ersten Wahlgang hatten noch 91,38 Prozent der Wähler teilgenommen.
Die Stichwahl endete mit 16.415 ausgezählten Briefwahlstimmen sowie 1.348 Stimmen, die vor Ort abgegeben wurden. Die Rücklaufquote von 73,3 Prozent spiegelte sowohl die logistischen Herausforderungen bei der postalischen Zustellung wider als auch den typischen Rückgang der Wahlbeteiligung bei Stichwahlen. Behördenvertreter wiesen darauf hin, dass dieser Trend mit den Entwicklungen in anderen Städten der Region übereinstimme.






