Bremer Buchhandlung "The Golden Shop" provoziert mit Weimer-Zitaten und Verfassungsschutz-Merchandise
Steve HeckerBremer Buchhandlung "The Golden Shop" provoziert mit Weimer-Zitaten und Verfassungsschutz-Merchandise
Die Bremer Buchhandlung The Golden Shop steht seit einer Reihe ungewöhnlicher Schaufensteraktionen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. An ihrer Fassade prangen nun handschriftliche Zitate von Kulturminister Wolfram Weimer – begleitet von einem riesigen Porträt des Politikers im Schaufenster. Zudem verkauft der Laden Tassen mit der Aufschrift „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“.
Erst kürzlich war die Buchhandlung vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen worden. Sechs Personen brachten ein großes Stofftransparent an ihrem Giebel an, was ihren Ruf für provokante Aussagen weiter festigte. Zuvor hatte die Fassade bereits den umstrittenen Spruch „Deutschland verrecke bitte“ („Deutschland, bitte gehe zugrunde“) getragen.
Inhaberin Ausma Zvidrina betont, dass der Laden keine Werke Weimers im Sortiment führe. Dennoch dominiert nun ein Porträt des Ministers zusammen mit seinen Texten das Schaufenster. An der Fassade finden sich zudem Zitate wie „Das ist überhaupt nicht als Kulturkampf gemeint“, „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde“ und „Europa reproduziert sich biologisch nicht mehr“.
Die Buchhandlung steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Erst vor Kurzem erhielt sie ein Zertifikat, das sie zur „besten unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehenden Buchhandlung“ erklärt.
Mit ihren provokanten Inszenierungen und Merchandise-Artikeln bleibt The Golden Shop weiter im Gespräch. Der Ausschluss vom Buchhandlungspreis und die laufenden Ermittlungen des Verfassungsschutzes haben ihren Bekanntheitsgrad nur noch gesteigert. Die neuesten Zugänge – darunter die Tassen und Weimers Zitate – dürften die Buchhandlung auch künftig in der öffentlichen Diskussion halten.






