06 June 2026, 18:10

Bergische Uni stellt Architekturstudium ein – trotz hoher Nachfrage und Renommee

Architekturstudium am Abgrund?

Bergische Uni stellt Architekturstudium ein – trotz hoher Nachfrage und Renommee

Die Bergische Universität plant, ihr renommiertes Architekturstudium im Laufe des nächsten Jahrzehnts schrittweise auslaufen zu lassen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Hochschule ab 2026 mit möglichen jährlichen Kürzungen von 5,7 Millionen Euro rechnen muss. Trotz des exzellenten Rufs des Studiengangs und der hohen Nachfrage nach Absolventen setzt die Universität auf eine Neuausrichtung mit Fokus auf Nachhaltigkeit.

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Aktuell sind rund 500 Studierende im Architekturprogramm eingeschrieben – einer von nur elf solchen Studiengängen in Deutschland. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Ausrichtung des Solar Decathlon 2021/22, eines angesehene Wettbewerbs für nachhaltiges Bauen. Dennoch hat die Universitätsleitung bestätigt, den traditionellen Studiengang schrittweise abzubauen.

Die Fakultätsmitglieder wurden aufgefordert, ein Konzept für die Neuausrichtung des Programms vorzulegen. Die Universität betont, dass strategische Kriterien – und keine pauschalen Kürzungen – die Entscheidungen leiten werden. Gleichzeitig versichern Verantwortliche den Studierenden, dass lange Übergangsphasen sicherstellen sollen, dass alle ihren Abschluss machen können.

Die Nachfrage nach Architektinnen und Architekten bleibt hoch: Allein seit dem 1. September wurden auf dem Online-Stellenportal der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen 125 Stellenangebote veröffentlicht. Doch die finanziellen Zwänge der Universität scheinen den Markterfolg des Studiengangs zu überwiegen.

Der Auslaufprozess könnte bis zu zehn Jahre dauern, sodass aktuelle Studierende ihr Studium abschließen können. Künftig wird der Nachhaltigkeitsfokus der Universität die akademischen Angebote prägen. Die Schließung des Architekturprogramms markiert damit einen tiefgreifenden Wandel für einen der wenigen spezialisierten Studiengänge in diesem Bereich in Deutschland.

Quelle